Neue Kreativdirektorin Warum sich Puma Pop-Star Rihanna schnappt

Puma kämpft darum, mehr Frauen als Kundinnen zu gewinnen. Dabei soll Welt-Star Rihanna helfen. Die Sängerin wurde vom Sportausrüster zur Kreativdirektorin ernannt und wird das Gesicht einer neue Frauenkollektion .

Die Werbe-Stars der Sportartikel-Hersteller
Nike: LeBron JamesNike hat erstmals in seiner 44-jährigen Firmen-Geschichte einen Athleten auf Lebenszeit unter Vertrag genommen. Wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten, einigte sich der Sportartikelhersteller mit Basketball- Superstar LeBron James von den Cleveland Cavaliers auf eine unbegrenzte Zusammenarbeit.„Wir haben über die vergangenen zwölf Jahre ein starkes LeBron-Business aufgebaut und wir sehen das Potential, dass dies bis an sein Karriere-Ende und darüber hinaus andauert“, teilte Nike mit. Die Firma aus dem US-Bundesstaat Oregon hatte zwischen Februar 2014 und Januar 2015 James-Schuhe im Wert von 340 Millionen Dollar verkauft. Unbekannt ist bislang, wie viel der neue Vertrag dem 30-jährigen Ausnahmespieler einbringt. James hatte bereits als High School- Spieler einen Sieben-Jahres-Kontrakt mit Nike über 93 Millionen Dollar abgeschlossen. 2010 wurde der Vertrag zu höheren Konditionen verlängert. Laut ESPN soll der neue Deal den Zehn-Jahres- Schuh-Kontrakt zwischen Nike und Kevin Durant von den Oklahoma City Thunders über 300 Millionen Dollar deutlich übersteigen. Quelle: AP
Puma: RihannaWenn es darum geht, Frauen als Kundinnen für sich zu gewinnen, stehen alle Sportmarken vor derselben Herausforderung: Nur wenige Sportlerinnen sind weltweit ähnlich berühmt wie Messi oder Cristiano Ronaldo. Darum fahndete Puma lange nach der Superfrau. Jetzt hat der Sportausrüster sie offenbar gefunden: Die Popsängerin Rihanna soll für Puma neue weibliche Kundschaft ködern. Die 26-jährige Sängerin aus Barbados wird im Januar Markenbotschafterin und Chefdesignerin der Frauenfitness-Kollektion.  Die Sängerin mixt R&B mit Elementen aus der karibischen Musik und Dance Pop. Zu Ehren von Rihanna wurde auf Barbados der 21. Februar zum Feiertag erkoren, der sogenannte „Rihanna Day“. Quelle: REUTERS
Puma: MadonnaDer erste weltweite Mega-Star, der maßgeblich daran beteiligt war, die fast untergegangene Sportmarke zu neuem Leben zu erwecken, war Madonna. Die Pop-Ikone aus New York, damals auf dem Höhepunkt ihrer Bekanntheit, ließ sich 2002 das Puma-Modell Mostro besorgen und trug den Treter anschließend ausgiebig über die Bühnen der Welt. Der Schuh ist ein Hybrid, eine Mischung aus einem Sprintspike aus dem Jahr 1968 und einem Surfschuh aus den 80er Jahren. Das schlug ein: der Mostro verkaufte sich in unterschiedlichen Varianten wie geschnitten Brot begründete zusammen mit dem Autorennfahrer-Latschen „Speed Cat“ fast im Alleingang Pumas Comeback – und zugleich die starke Ausrichtung der Marke in Richtung Mode und Design. Quelle: AP
Puma: Jil SanderDoch bevor Puma für Stars wie Madonna akzeptabel wurde, brauchte es den Ritterschlag der „Queen of Less“ – um 1998 herum, heißt es in Franken, sei die Hamburger  Mode-Designerin Jil Sander auf die Sportmarke zugekommen mit der Idee, schicke aber tragbare sportliche Schuhe unter anderem für den Einsatz auf dem Laufsteg zu entwerfen. In der Folge seien Models durch die engen Flure des alten Puma-Hauptquartiers gestöckelt. Ergebnis der Kooperation: Puma und Sander brezelten zwei Klassiker, den Fußballschuh King und den Easy Rider auf und machten sie zu It-Shoes der Fashion-Welt – und Puma zur kommenden Marke. Quelle: dpa
Puma: Philippe StarckNach Sander sammelten die Herzogenauracher eine ganze Phalanx von Designern, die entweder einzelne Modelle entwarfen oder aber mitunter über mehrere Jahre ganze Kollektionen beisteuerten.  Weiter aktuell ist etwa die Kooperation mit dem Modehaus Alexander McQueen, wie Puma unter dem Dach des Luxuskonzerns Kering.  Philippe Starck (rechts im Bild) gestaltete in einer einmaligen Aktion Simpel-Schuhe für Puma. Die Franken arbeiteten aber auch mit dem holländischen Designer Marcel Wanders, dem Japaner Mihara Yasuhiro sowie dem Londoner Hussein Chalayan zusammen. Quelle: dpa
Adidas: Run DMCBereits Ende der 80er Jahre entdeckten die Hip-Hopper von Run DMC, eine der einflussreichsten Bands des Genres überhaupt, die Turnschuhe aus Herzogenaurach für sich. Das Modell Superstar, ursprünglich ein Basketball-Schuh mit einer verstärkten Gummikappe über den Zehen, ist seitdem eng mit Run-DMC aus Queens verbunden, die dem Schuh sogar einen eigenen Song widmeten. Quelle: dpa
Adidas: Pharrell WilliamsNoch ziemlich frisch ist die Kooperation zwischen dem Drei-Streifen-Konzern und dem US-amerikanischen Sänger, Komponisten und Modemacher Pharrell Williams („Happy“). Erst im März verkündete Adidas die Zusammenarbeit mit dem Grammy-Gewinner und oscarnominierten Weltstar. Williams hat sein eigenes Textilunternehmen „Bionic Yarn“, das aus den Weltmeeren geborgenen Plastikmüll zu Garn verarbeitet. Daraus werden Kleider hergestellt. Auch Adidas will in seiner Mode-Linie Originals diese sogenannten bionischen Garne in Williams-Produkten verarbeiten. Erste Ergebnisse der auf mehrere Jahre angelegten Zusammenarbeit sind eine Sweatjacke, die es auch als 1500-Euro-teure Edelversion gibt, und eine neue Version der Stan-Smith-Sneaker in Leder oder in Tennisball-Filz.  Im Rahmen der „Adidas Originals x Pharrell Williams“-Kollektion hat der 41-Jährige schon einmal bei den Stan Smiths Hand angelegt, die statt in weiß einfarbig in Rot, Blau und Schwarz auf den Markt kamen. Quelle: AP

„Zurück auf den Platz“ – unter der Devise trat vor anderthalb Jahren der Norweger Björn Gulden beim zweitgrößten deutschen Sportartikelhersteller Puma an. Seine Analyse: Die Marke hatte sich zu weit aus den Sporthallen und –Arenen entfernt und sich zu heftig der volatilen Mode an den Hals geworfen.

Darunter litt die Glaubwürdigkeit bei denen, die Laufschuhe eben tatsächlich zum Rennen anziehen und nicht zum Shoppen auf der Kö. Borussia Dortmund und der FC Arsenal, Marco Reus und Usain Bolt sind die Helden, mit denen die Herzogenauracher bei (Freizeit-)Athleten wieder punkten wollen.

Bei Sportidolen für Männer ist das nicht so schwer. Doch wenn es darum geht, Frauen als Kundinnen für sich zu gewinnen, stehen alle Sportmarken vor derselben Herausforderung: Nur wenige Sportlerinnen sind weltweit ähnlich berühmt wie Messi oder Cristiano Ronaldo.

Im vergangenen Sommer sagte Puma-Chef Björn Gulden im Interview mit der WirtschaftsWoche: „Es gibt aber nur sehr wenige weibliche Sportstars, die weltweit so populär sind wie etwa ein Fußballer.“ Guldens Wunsch: „Ich hätte für Puma gern eine globale weibliche Markenbotschafterin, eine Top-Athletin. Früher klappte das mit Tennisstars wie Steffi Graf oder den Williams-Schwestern. Aber heute sind es doch eher Popstars wie Shakira oder Rihanna, die den Stil junger Frauen beeinflussen.“

Jetzt meldet Gulden Vollzug: Der Konzern mit Sitz in Herzogenaurach, der zum französischen Luxus-Riesen Kering gehört und um den sich seit einiger Zeit Verkaufsgerüchte ranken, spannt künftig die Sängerin Rihanna für sich ein.
Der Weltstar soll ab Januar als „Kreativdirektorin“ für Puma Trainingskleidung gestalten.

Puma selbst vermeldete, dass Rihanna künftig zusammen mit Athleten wie Usain Bolt und dem Fußballer Sergio Agüero auch in der Marken-Werbung aufschlagen werde. Außerdem werde sie bei „Fanaktivitäten sowie Kunden- und Händlerevents von Puma zu sehen sein und in Social Media und für Produktinitiativen im Bereich Training und Fitness eingebunden“.

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Bereits vor einigen Wochen war die Sängerin als heißer Kandidat für eine Kooperation mit Puma gehandelt. Puma hatte sich damals nicht dazu geäußert; die Verträge waren noch nicht unter Dach und Fach. Doch dem Vernehmen nach sind die Verträge mit dem Popstar aus Barbados nun unter Dach und Fach. Rihanna mixt in ihrer Musik R&B mit Elementen aus der karibischen Musik und Dance Pop.

Zu Ehren von Rihanna wurde auf Barbados der 21. Februar zum Feiertag erkoren, der sogenannte „Rihanna Day“.

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