Neue Schaltertechnik Deutsche Bahn testet Ticketautomaten mit Beratung per Video

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Die Deutsche Bahn testet an fünf Bahnhöfen im Schwarzwald Ticketautomaten mit Videoverbindung zu einem Verkaufsschalter.

Die beliebtesten Bahnhöfe 2012
Der Bremer Hauptbahnhof erhält den Titel "Großstadtbahnhof des Jahres 2012". Quelle: dapd
Für Städte bis zu 100.000 Einwohner gibt es den Titel "Kleinstadtbahnhof". Gewinner in diesem Jahr: Der Hauptbahnhof Aschaffenburg. Die Allianz Pro Schiene hat 2012 auch den "Sonderpreis Tourismus" ausgelobt - diesen Titel erhielt der Bahnhof in Bad Schandau, in der Sächsischen Schweiz. Um die Preisträger zu ermitteln, wurden die Bahnkunden aufgerufen, ihre Lieblingsbahnhöfe zu nominieren. Eine fünfköpfige Jury der Allianz pro Schiene hat die Bahnhöfe schließlich anhand einer Checkliste geprüft und so den Sieger ermittelt. Quelle: dapd
Im vergangenen Jahr ging der Titel an den Hauptbahnhof Leipzig (im Bild) und Halberstadt. Quelle: AP
Im Jahr 2010 ging der Titel an die Hauptbahnhöfe in Darmstadt (im Bild) und Baden-Baden. Quelle: dpa
Die Sieger des Jahres 2009: Die Hauptbahnhöfe in Erfurt und Uelzen.
Die Sieger im Jahr 2008: Der Hauptbahnhof in Karlsruhe. Quelle: dpa
Im gleichen Jahr erhielt auch der Hauptbahnhof in Schwerin den Titel Bahnhof des Jahres in der Kategorie " Städte unter hunderttausend Einwohner". Quelle: dpa

Die Kunden können über eine Ruftaste einen Berater kontaktieren, der dann auf dem Bildschirm erscheint und von der Zentrale aus die Buchung übernimmt. Über ein zweites Display verfolgt der Kunde die einzelnen Buchungsschritte. Die Bahn testet damit „eine völlig neue Form der persönlichen Beratung“, sagt Birgit Bohle, Chefin der Bahn-Tochter DB Vertrieb, der WirtschaftsWoche. Am Ende zahlt der Kunde wie gewohnt bar oder mit Karte.

Die Deutsche Bahn will die Automaten vor allem dort einsetzen, wo nur wenige Reisende aus- und einsteigen. Von den rund 5400 Bahnhöfen in Deutschland ist das etwa jeder zweite. „Das Format könnte eine ­Alternative zu kleinen Reisezentren und DB-Agenturen sein“, sagt Bohle.

Die alten Fahrkartenautomaten bleiben zunächst stehen, denn der Versuch ist auf sechs Monate befristet. Danach wird er ausgewertet. Bewährt sich das Konzept, wären Vor-Ort-Berater überflüssig. Für den Test zieht der Konzern Mitarbeiter aus den Reisezentren in Triberg, St. Georgen und Gengenbach ab und setzt sie zentral in Villingen-Schwenningen ein.

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