Neuer TUI-Chef räumt auf Alle Beteiligungen auf dem Prüfstand

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Der designierte Chef des Reisekonzerns TUI, Friedrich Joussen, will den Verkauf fremder Pauschalreisen in TUI-Reisebüros zurückdrängen und stattdessen den Eigenvertrieb massiv ausbauen.

TUI-Chef, Friedrich Joussen, will den Verkauf fremder Pauschalreisen in TUI-Reisebüros zurückdrängen und stattdessen den Eigenvertrieb massiv ausbauen. Quelle: dpa

Der designierte Chef des Reisekonzerns TUI, Friedrich Joussen, will den Verkauf fremder Pauschalreisen in TUI-Reisebüros zurückdrängen und stattdessen den Eigenvertrieb massiv ausbauen. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus Konzernkreisen. Demnach sollen eigene Reisebüros und exklusive Franchisepartner in Zukunft ausschließlich TUI-Produkte verkaufen. Einzig hochpreisige Konkurrenzprodukte wie Aldiana-Cluburlaube oder Aida-Kreuzfahrten könnten erlaubt bleiben. Den Prozess wolle Joussen „behutsam“ einleiten, heißt es im Konzern.

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Die First Class in einem A340 von Emirates Quelle: AP
Ein Flugzeug der Turkisch Airlines Quelle: REUTERS
Eine Frau beim Check in bei Qantas Quelle: Presse
Zwei Flugzeuge der Air New Zealand Quelle: AP
Ein Flugzeug von Etihad Airways Quelle: AP
Flugzeuge von Thai Airways Quelle: REUTERS
Ein Paar in der First Class der Cathay Pacific Airways Quelle: Presse
Ein Flugzeug der Asiana Airlines Quelle: dpa
Eine Stewardess bereitet ein Bett in der First Class eines Flugzeugs von Singapore Airlines vor Quelle: AP
Eine Stewardess erklärt die neuen Business-Class-Sitze der Qatar Airline Quelle: dapd

Derzeit besitzt TUI bundesweit rund 465 eigene Reisebüros, die aber auch Pauschalreisen der Konkurrenten Alltours, Thomas Cook und FTI verkaufen. Joussen wolle das ändern, um die Marge zu steigern, sagte ein ihm nahestehender Manager. Nach Informationen der WirtschaftsWoche will Joussen, der auf der Hauptversammlung am Mittwoch (13.2.) offiziell den TUI-Chefposten übernimmt, gleichzeitig die Zahl der konzerneigenen Reisebüros und der exklusiven Franchisepartner erhöhen. Joussen schweben offenbar bundesweit insgesamt 1200 bis 1600 exklusive TUI-Verkaufsstellen vor.

Auf den Prüfstand stellt Joussen, der seit Oktober 2012 im TUI-Vorstand ist, alle Beteiligungen der TUI, auch die Hotelbeteiligungen sowie die Flugzeugflotte, die bei der Konzerntochter TUI Travel angesiedelt ist. Demnach will der neue Vorstandschef ein internes Hotelranking einführen, das die profitabelsten Hotels hervorhebt und die schwächsten Häuser benennt. Dies soll die Basis sein, um sich von unwirtschaftlichen Häusern zu trennen. Aktuell ist TUI mit 160.000 Betten Europas größter Hotelier.

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