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NordLB, Ikea, Knorr-Bremse Die Quartalszahlen des Tages

Restrukturierung und Jobabbau sorgen bei NordLB für Verlust Quelle: dpa

Bei der Restaurantkette Vapiano laufen die Geschäfte schlechter als erwartet und Investitionen in den Konzernumbau sorgen für Gewinneinbruch bei Ikea. Die wichtigsten Zahlen des Tages im Überblick.

Zahlreiche Firmen veröffentlichen dieser Tage ihre aktuellen Quartalsbilanzen. Ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse vom Mittwoch:

Restrukturierung und Jobabbau sorgen bei NordLB für Verlust
Die NordLB rechnet wegen des Konzernumbaus und dem Wegfall von Arbeitsplätzen 2018 mit roten Zahlen. Für das Gesamtjahr sei ein noch nicht zu beziffernder Verlust zu erwarten, teilte die Landesbank aus Hannover mit. Rückstellungen im Zuge des geplanten Jobabbaus würden das Ergebnis belasten, sagte NordLB-Chef Thomas Bürkle. Nach den ersten neun Monaten brach der Gewinn vor Steuern um 80 Prozent auf 73 Millionen Euro ein. Allein die Kosten für Restrukturierung und Reorganisation verdoppelten sich fast binnen Jahresfrist und schlugen mit 122 Millionen Euro zu Buche. Die Landesbank will bis Ende 2020 rund 1250 von etwa 6000 Stellen streichen.

Die Eigner der NordLB suchen seit Monaten nach Wegen, wie sie die vergleichsweise dünne Kapitaldecke des Instituts stärken können. Im Gespräch ist auch der Einstieg privater Investoren. Im Laufe des Tages endet in einem Bieterverfahren die Frist für die Abgabe finaler Angebote. „Gemeinsam mit unseren Trägern werden wir eingehende Angebote externer Investoren gründlich prüfen und so bald wie möglich über das weitere Vorgehen entscheiden“, sagte Bürkle. Im Rennen waren zuletzt wohl nur noch US-Finanzinvestoren wie Cerberus und Apollo. Insidern zufolge wird die Landesbank Hessen Thüringen (Helaba) keine Offerte abgeben, aber ihre Gesprächsbereitschaft für eine öffentlich-rechtliche Lösung zusammen mit der NordLB bekräftigen. Zudem steigt die Commerzbank laut Finanzkreisen aus dem Bieterverfahren aus.

Die Quote beim harten Kernkapital der NordLB sank Ende September auf 11,8 Prozent nach 12,4 Prozent Ende 2017. Beim Abbau der faulen Schiffskredite kam der Konzern eher langsam voran. Denn dieses Portfolio schrumpfte nur leicht auf 7,3 (Ende September: 7,7) Milliarden Euro. Finanzkreisen zufolge verhandelt die Bank derzeit mit Interessenten über den Verkauf von zwei Schiffskreditpaketen über insgesamt rund 6,5 Milliarden Euro. Die NordLB erklärte, dass es im vierten Quartal voraussichtlich „noch einmal zu einer erhöhten Risikovorsorge für das Schiffsfinanzierungsportfolio“ komme.

Geschäfte bei Vapiano laufen schlechter als erwartet
Die Restaurantkette Vapiano rudert bei den Geschäftserwartungen weiter zurück. Für 2018 werde nun nur noch ein Umsatz von 375 bis 385 Millionen Euro erwartet, teilte das Unternehmen mit. Dies wären 15 bis 19 Prozent mehr als im Vorjahr, aber weniger als die zuletzt in Aussicht gestellten 385 bis 400 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll mit 34 bis 38 Millionen Euro ebenfalls niedriger ausfallen, als die in Aussicht gestellten 42 bis 47 Millionen Euro. Zudem wird Vapiano weniger Restaurants aufmachen als angekündigt.

Begründet wurde der gesenkte Ausblick mit der hinter den Erwartungen liegenden Umsatzentwicklung in Europa sowie der nicht planmäßigen Entwicklung einiger neu eröffneter Restaurants. Vapiano hatte zuletzt im September die Prognose gesenkt. Das Unternehmen war im Juni 2017 an der Börse gestartet mit 23 Euro je Aktie. Inzwischen sind die Papiere aber nur noch um die 7 Euro wert. Gerüchte, Vapiano solle angesichts des Kursverfalls wieder von der Börse genommen werden, hatte das Unternehmen erst kürzlich dementiert.

Investitionen in Konzernumbau belasten Ikea-Gewinn auf Jahre
Die Onlinekonkurrenz und Investitionen für den Firmenumbau haben dem weltgrößten Möbelkonzern Ikea einen Gewinneinbruch eingebrockt. Das operative Ergebnis sank in dem Ende August abgelaufenen Bilanzjahr 2017/18 um 26 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro, wie das schwedische Familienunternehmen mitteilte. Der Umsatz legte um zwei Prozent auf 37 Milliarden Euro zu. Ikea hat einen tiefgreifenden Konzernumbau angeschoben. Insgesamt habe der Konzern im Geschäftsjahr 2,8 Milliarden Euro etwa in Filialen, den Vertrieb und Kundensysteme investiert. Die Neuausrichtung werde auch in den kommenden drei Jahren auf das Ergebnis durchschlagen, teilte Ikea mit.

Der Konzern unterhält weltweit 367 Möbelhäuser. Wegen der wachsenden Marktmacht von Online-Händlern wie Amazon baut Ikea sein Internetgeschäft aus und testet als Alternative zu seinen großen, blau-gelben Einkaufszentren am Stadtrand kleinere Läden in Innenstädten. Im Zuge dessen plant der Konzern in den kommenden Jahren auf der einen Seite den Abbau von 7500 Arbeitsplätzen vor allem in den zentralen Funktionen. Im Bereich Online und neuen Laden-Formaten sollen aber 11.500 neue Jobs geschaffen werden.

Knorr-Bremse peilt im operativen Geschäft Milliardengewinn an
Kräftige Zuwächse in den ersten neun Monaten des Jahres machen den Börsenneuling Knorr-Bremse zuversichtlich. Der Münchner Bremsenkonzern stellt für 2018 einen Umsatzzuwachs von bis zu neun Prozent auf 6,6 bis 6,7 (2017: 6,15) Milliarden Euro in Aussicht. Die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) soll zwischen 17,5 und 18,5 (18,1) Prozent liegen. Das entspricht einem operativen Gewinn von bis zu 1,24 Milliarden Euro. Im Februar hatte der Hersteller von Nutzfahrzeug- und Zug-Bremsen einen Umsatz von 6,4 bis 6,6 Milliarden Euro und eine Marge von 17 bis 19 Prozent in Aussicht gestellt. Damals hatte Knorr-Bremse aber noch nach dem deutschen HGB-Standard bilanziert.

Knorr-Bremse hatte im Oktober sein Börsendebüt in Frankfurt gefeiert. Mit einem Erlös von 3,7 Milliarden Euro war es der zweitgrößte Börsengang des Jahres in Deutschland. Im Dezember könnte die Aktie bereits in den Nebenwerteindex MDax aufrücken. Sie stieg am Mittwoch um 0,5 Prozent auf 79,11 Euro, liegt damit aber noch knapp unter dem Ausgabepreis von 80 Euro. In den ersten neun Monaten kletterte der Konzernumsatz um 9,5 Prozent auf 4,99 Milliarden Euro. Dabei legten das Lkw- und das Schienenfahrzeug-Geschäft fast im gleichen Maße zu. Das Ebitda kletterte um 13 Prozent auf 876 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich damit auf 17,5 (Vorjahr: 17,1) Prozent. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 497 Millionen Euro, der 28 Prozent höher ausfiel als ein Jahr zuvor. .

Immobilienkonzern Adler hebt Jahresziele an
Der Immobilienkonzern hat nach einem Anstieg des operativen Gewinns (FFO I) um über 100 Prozent in den ersten neun Monaten seine Jahresziele angehoben. Die Nettomieteinnahmen sollen 2018 nun mit 230 Millionen Euro das ursprüngliche Ziel um mindestens zehn Millionen übertreffen. Das FFO I wird zwischen 73 bis 75 Millionen Euro erwartet statt zwischen 68 und 73 Millionen Euro.

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