WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

O-RAN Alliance 5G: Open RAN Alliance trennt sich von Kindroid

Das Vorzeigeprojekt der 5G-Bewegung O-RAN Alliances beendet die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Unternehmen Kindroid. Quelle: AP

Die neuformierte O-RAN Alliance, die sich beim 5G-Ausbau als Huawei-Alternative profilieren will, trennt sich von Kindroid: Das chinesische Unternehmen steht auf der Sanktionsliste der USA.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Die O-RAN Alliance, ein Zusammenschluss, der sich beim Ausbau des 5G-Netzes als technische Alternative zu Huawei profilieren will, hat sich vom chinesischen Unternehmen Kindroid getrennt, das auf der US-Sanktionsliste steht. „Kindroid ist kein Mitgliedsunternehmen mehr“, bestätigte die O-RAN Alliance der WirtschaftsWoche. Brancheninsidern zufolge hatte das chinesische Unternehmen die Mitgliedsbeiträge nicht bezahlt.

Die O-RAN Alliance, die von der Deutschen Telekom mit gegründet wurde und der unter anderem auch Vodafone, Orange und Telefónica angehören, steckt in der Krise, seit im August das Branchenschwergewicht Nokia die Zusammenarbeit aussetzte.

Der finnische Mobilfunkausrüster befürchtet Probleme mit der US-Regierung, wenn er mit chinesischen Unternehmen zusammenarbeitet, die auf der schwarzen Liste der USA stehen. Mit Phytium Information Technology und Inspur gehören der Allianz aber weiterhin zwei Unternehmen an, die von den USA als unliebsam gelistet werden.

Das interessiert WiWo-Leser heute besonders


 Was heute wichtig ist, lesen Sie hier


Beim Open RAN Konzept soll eine Vielzahl von Anbietern zusammenarbeiten und so die Abhängigkeit von einem Anbieter wie Huawei reduzieren. Analysten des Branchendiensts Dell´Oro schätzen, dass die Investitionen in Open RAN zwischen 2020 und 2025 zwischen zehn und 15 Milliarden Dollar betragen werden.

Mehr zum Thema: Die OpenRAN-Technologie soll die Mobilfunkwelt verändern. Doch immer wieder gibt es Ärger. Jetzt zieht sich Nokia aus der Allianz zurück, die die Entwicklung vorantreibt – auch aus Sorge vor chinesischer Beteiligung.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%