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Online-Anzeigenbörse Abschied von der Börse? Finanzinvestoren wollen angeblich Scout 24 übernehmen

Mehrere Beteiligungsgesellschaften haben offenbar Interesse an dem Betreiber von Online-Portalen. Im Raum steht ein Kaufpreis von mehr als fünf Milliarden Euro.

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Das Unternehmen wird an der Börse mit knapp 3,9 Milliarden Euro bewertet. Quelle: dpa

München Erst drei Jahre ist es her, dass Scout 24 den Sprung an die Börse wagte. Dieses Kapitel der Online-Anzeigenbörse könnte womöglich bald zu Ende sein.

Einem Bericht der „Financial Times“ (FT) zufolge steht das Unternehmen womöglich vor einer Übernahme durch Finanzinvestoren. Mehrere Beteiligungsgesellschaften hätten ein Auge auf den Münchener Betreiber der Portale Immobilienscout 24 und Autoscout 24 geworfen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen.

Scout 24 wird an der Börse mit knapp 3,9 Milliarden Euro bewertet. Ein Käufer müsste der FT zufolge einschließlich der Übernahme von Verbindlichkeiten wohl mehr als fünf Milliarden Euro auf den Tisch legen. Das Unternehme wappne sich bereits mit Hilfe von Beratern und Investmentbankern für den Verkauf, heißt es in dem Bericht. Ein Sprecher wollte sich am Donnerstagabend dazu nicht äußern.

Unter den Interessenten für Scout 24 ist auch der US-Investor Silver Lake, der sich auf Technologie-Unternehmen spezialisiert hat. Im Mai hatte das Beteiligungsunternehmen den britischen Internet-Immobilienmarktplatz Zoopla für 2,2 Milliarden Pfund übernommen.

Scout 24 ist bereits durch mehrere Hände gegangen. Die 2004 eingestiegene Deutsche Telekom verkaufte 2013 eine Mehrheitsbeteiligung von 70 Prozent für 1,5 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Hellman & Friedman. Dieser brachte den Online-Portal-Betreiber zwei Jahre später an die Börse und trennte sich nach und nach mit Gewinn von seiner Beteiligung. Die letzten Aktien wurden im Februar verkauft.

Erst im Sommer hatte sich Scout 24 mit dem Ratenkredit-Vermittler Finanzcheck.de verstärkt und dafür 285 Millionen Euro gezahlt. Wenig später erklärte Vorstandschef Greg Ellis seinen vorzeitigen Abschied. Zum Jahreswechsel soll ihn Tobias Hartmann ablösen, der vom Kochbox-Versender Hellofresh kommt und die Internationalisierung vorantreiben soll.

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