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Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1-Gründer verkaufen rund zwei Millionen Aktien

Die Unternehmensgründer Christian Bertermann und Hakan Koc erlösen mit dem Verkauf rund 90 Millionen Euro – um Steuerverbindlichkeiten zu begleichen.

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Das Unternehmen hatte im Februar sein Börsendebüt in Frankfurt gegeben. Quelle: Reuters

Die beiden Gründer des Online-Gebrauchtwagenhändlers, Christian Bertermann und Hakan Koc, haben rund zwei Millionen Auto1-Aktien für Preise ab 44,75 Euro auf den Markt geworfen. Damit erlösen sie insgesamt mindestens 89,5 Millionen Euro.

Mit dem Geld sollten wie angekündigt Steuerverbindlichkeiten beglichen werden, teilte die Bank Goldman Sachs mit, die die Transaktion organisiert hat. Der Aufsichtsrat habe den Verkauf genehmigt.

Auto1 hatte sein Börsendebüt in Frankfurt im Februar mit einem Ausgabepreis von 38 Euro je Aktie gefeiert. Zum Handelsschluss am Dienstag notierten die Titel bei 47,50 Euro.

Die beiden Gründer Bertermann und Koc setzen voll auf Wachstum – auch wenn das Ergebnis kostet. Dafür wird auch der größte Teil des IPO-Erlöses in Höhe von rund einer Milliarde Euro investiert werden.

Die „Wurzel“ des gerade einmal zehn Jahre alten Unternehmens liegt im Aufkauf gebrauchter Fahrzeuge von Privatpersonen und der Weitervermittlung an Händler. Diese intern „Merchant“ genannte Sparte läuft unter der Marke Auto1.com.

Wachsen will die Gruppe allerdings vor allem in einem zweiten und noch recht neuen Segment: dem Verkauf von Gebrauchtwagen an Privatkunden unter der Marke Autohero. Dafür wirbt das Unternehmen derzeit auf vielen Kanälen mit Bildern gläserner Trucks, die das online ausgesuchte Fahrzeug bis vor die Haustür liefern.

Noch ist die Sparte recht klein, aber sie legt zu. So hat sich die Zahl der über Autohero vermittelten Fahrzeuge im vergangenen Jahr auf 10.153 fast verdoppelt. Für das laufende Jahr geht das Management in der Retail-Sparte davon aus, 32.000 bis 38.000 Fahrzeuge verkaufen zu können. Schon das erste Quartal laufe besser als erwartet, bis zu 7900 Fahrzeuge würden wahrscheinlich an Privatkunden weitergereicht werden können. Im Quartal des Vorjahres waren es lediglich knapp 2400 gewesen.

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