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Paketdienste Hermes-Chef kritisiert politische Unterstützung für die Post

Exklusiv

Der Paketdienst Hermes kritisiert die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums, durch die die Deutsche Post DHL das Porto für Briefe stärker erhöhen könnte.

Hermes Quelle: dpa

„Ein weiterer Sargnagel für den Wettbewerb im Briefmarkt. Die Post hält hier immer noch 90 Prozent Marktanteil. Und allein die letzten drei Portoerhöhungen spülten ihr 220 Millionen Euro pro Jahr in die Kasse“, erklärte Hanjo Schneider, Chef des Paketdienstes Hermes. Durch die geplanten Änderungen an der Entgelt- und Regulierungspraxis dürfte die Post die Gewinnmargen ihrer Konkurrenten als Maßstab für mögliche Preiserhöhungen ansetzen. „Erlaubt man dem Marktführer jetzt noch, sich an den höheren Margen der europäischen Konkurrenz zu orientieren, hebt man de facto die Preisregulierung auf. Das ist eine weitere gravierende Benachteiligung der Wettbewerber!“, sagte Hanjo Schneider.

Bei der Post stellten die Briefboten auch rund 70 Prozent der Pakete zu. Damit nutze das Unternehmen seine Stellung im Briefsegment für eine Subventionierung des Paketbereichs: „Die Politik will hier Exklusivregeln für ein einzelnes Unternehmen erlassen. Ich kann mir das nur damit erklären, dass der Bund noch Anteile an der Post hält“, urteilte Schneider.

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