Pannenserie Seltsame Gerüche zwingen Germanwings zur Landung

Gleich zweimal an einem Tag mussten Maschinen von Germanwings umkehren, weil es in Cockpit und Kabine seltsam roch. Dieses Problem scheint das Unternehmen einfach nicht in den Griff zu bekommen.

Bei der Fluggesellschaft Germanwings mussten an einem Tag gleich Flugzeuge umkehren. Quelle: dpa

Wegen eines ungewöhnlichen Geruchs in Cockpit und Kabine haben Piloten der Airline Germanwings am Sonntag noch einen zweiten Airbus aus Sicherheitsgründen außerplanmäßig gelandet. Bereits kurz nach dem Start in London kehrte die Maschine wieder zurück, statt planmäßig Stuttgart anzusteuern. Die 141 Passagiere und die Crew verließen den Airbus über die Treppen. „Das Flugzeug wird gegenwärtig von Technikern untersucht, um die Ursache für das Problem identifizieren zu können“, teilte die Fluggesellschaft in Köln mit.

Die größten Billigflieger Europas
Die von deutschen Flughäfen aus startenden Billigflieger sind nach einer Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) teurer geworden. Je nach Fluglinie lagen die Durchschnittspreise für einen einfachen Flug im vergangenen Herbst zwischen 70 und 140 Euro brutto, wie das Forschungsinstitut berichtete. Im vorangegangenen Sommer hätten sie noch bei 50 bis 130 Euro gelegen. Insgesamt nutzten im ersten Halbjahr 2014 der Studie zufolge knapp 31 Millionen Passagiere Angebote sogenannte Low Cost Carrier. Im Sommerflugplan 2014 bedienten sie insgesamt 722 Strecken in und ab Deutschland - ein Plus von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch verlief die Entwicklung regional sehr unterschiedlich. Die meisten Günstigflieger-Passagiere verzeichneten die Berliner Flughäfen. Auch die Airports Hamburg und Köln/Bonn konnten ihr Passagieraufkommen steigern. Starke Rückgänge gab es dagegen auf Regionalflughäfen wie Weeze oder Hahn, wo sich die gesunkene Präsenz von Ryanair bemerkbar machte. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Platz zehn: Air Baltic mit 25 FlugzeugenDie lettische Fluggesellschaft Air Baltic belegt mit 25 Flugzeugen, darunter fünf Boeing 737–500, acht Boeing 737–300 und zwölf Q-400 NextGen Platz zehn. Quelle: Presse
Platz neun: Aer Lingus mit 50 FlugzeugenMit 50 Flugzeugen liegt Air Lingus auf Rang neun. Zu der Flotte der irischen Fluggesellschaft zählen je drei Boeing 757-200, Airbus A330-200, Airbus A321-200, jeweils vier Airbus A319-100 und Airbus A330-300 und 33 Airbus A320-200. 2015 sollen außerdem neun Flugzeuge vom Typ Airbus A350-900 an die Fluglinie ausgeliefert werden. Quelle: dpa
Platz acht: Wizz Air mit 54 FlugzeugenDie ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an. Wizz Air verfügt über eine junge Flotte mit Flugzeugen vom Typ Airbus 320. Alle 54 Flugzeuge werden von V-2500-Motoren von International Aero Engine betrieben. Quelle: dapd
Platz sieben: Jet2 mit 55 FlugzeugenDie britische Billig-Airline Jet2 gibt es erst seit 2002, trotzdem hat sie mit 55 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billig-Airlines. Mit den 23 Boeing 737-300, einer Boeing 737-300F, sieben Boeing 737-300QC und jeweils zwölf Boeing 737-800 und Boeing 757-200 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an. Quelle: Presse
Platz sechs: Germanwings mit 57 FlugzeugenGermanwings schafft es mit einer Flotte von 57 eigenen und 23 Eurowings-Flugzeugen auf Platz sechs unter den Top 10 der europäischen Billig-Airlines. Ab Frühjahr 2015 sollen 64 eigene Flugzeuge der Typen A319 und A320 sowie 23 durch Eurowings betriebene Regionalflugzeuge für Germanwings im Einsatz sein. Quelle: dpa/dpaweb
Platz fünf: Flybe mit 62 FlugzeugenDie britische Airline Flybe betreibt mit 45 Maschinen die größte Flotte an Bombadier DashQ8-400 Maschinen weltweit. Hinzu kommen noch elf Maschinen vom Typ Embraer 175 (vier weitere sind bestellt) sowie sechs Jets vom Typ 195. Flybe hat seinen Sitz in Southhampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an. Quelle: Presse

Kurz zuvor hatte das Unternehmen schon einen ähnlichen Zwischenfall gemeldet. Germanwings-Piloten hatten nach dem Start in Dortmund am Sonntagmorgen seltsame Gerüche im Cockpit des Airbus wahrgenommen und waren sicherheitshalber in Genf gelandet. Zum eigentlichen Reiseziel Palma de Mallorca brachte die Airline die 120 Passagiere inzwischen mit einer anderen Maschine, wie ein Unternehmenssprecher am Montag sagte.

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Ende Januar hatte eine Germanwings-Maschine nicht in Köln/Bonn abheben können, weil es Rauch an Bord der Maschine gab. Im Herbst 2012 war die Airline in die Schlagzeilen geraten, nachdem bekannt wurde, dass Piloten einer Germanwings-Maschine 2010 wegen giftiger Dämpfe fast ohnmächtig geworden waren. Auch von anderen Fluggesellschaften hatte es ähnliche Störungsmeldungen gegeben.

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