Post-Streik Gericht weist Verdi-Klage gegen Beamteneinsatz ab

Im Ausstand bei der Post setzt das Unternehmen Beamte auf bestreikten Stellen ein. Auf freiwilliger Basis ist das rechtens. Aber was gilt, wenn die Beamten widersprechen? Verdi klagte vor Gericht – ohne Erfolg.

Deutsche Post Streik Quelle: dpa

Im scharfen Tarifkonflikt mit der Post ist Verdi erneut mit einer Klage gescheitert: Das Arbeitsgericht Bonn wies Eilanträge der Gewerkschaft gegen den Einsatz von Beamten auf bestreikten Angestelltenstellen zurück. Es hätten sich allenfalls Einzelfälle mit möglichen Verstößen bestätigt, sagte der Vorsitzende Richter des Arbeitsgerichtes Bonn.

Das rechtfertige keinen tiefgreifenden Eingriff in die Betriebsorganisation der Post. In einem ähnlichen Verfahren hatte die Post bereits Ende Mai die Oberhand behalten.

Post-Streik: Was Sie jetzt wissen müssen

Die Post hat rund 40.000 Beamte, die sie teils auf bestreikten Arbeitsplätzen einsetzt. Laut Post erfolgt dies nur auf freiwilliger Basis. Verdi hatte aber eidesstattliche Versicherungen von Beamten vorgelegt, wonach sie in mindestens 22 Fällen auch gegen ihren Willen eingesetzt worden seien. Dabei seien die Einsätze teils nach nur einem Tag wieder zurückgenommen worden, sagte der Richter.

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