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Post-Streik Verhärtete Fronten zwischen Post und Verdi

Die Deutsche Post und die Gewerkschaft Verdi haben nach wochenlangen Warnstreiks ihre Tarifverhandlungen wieder aufgenommen. Doch die Gespräche laufen offenbar schlecht: Verdi droht mit härteren Streiks.

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Mitarbeiter der Deutschen Post nehmen im April bei einem Warnstreik an einer Kundgebung vor einer Postfiliale in München teil. Quelle: dpa

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post suchen Arbeitgeber und Gewerkschaft nach wochenlangen Warnstreiks eine Lösung. Beide Seiten trafen am Montag in Berlin zur sechsten Verhandlungsrunde zusammen. Bis zum Abend drang aus den Delegationen nichts nach außen. Auch am Dienstag soll in Berlin verhandelt werden, bevor am Mittwoch die Verdi-Konzerntarifkommission zusammentritt.

Gibt es keine Fortschritte, könnte die Kommission die Verhandlungen für gescheitert erklären. Verdi-Chef Frank Bsirske hatte vorab mit regulären Streiks gedroht. Sprecher beider Seiten wollten sich am Montag nicht zum Stand der Verhandlungen äußern.

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Die Gewerkschaft verlangt für die rund 140.000 Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Geld. Außerdem will sie die Wochenarbeitszeit um 2,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen.

Hintergrund des Tarifkonflikts ist der Aufbau von 49 regionalen Gesellschaften für die Paketzustellung. Dort arbeiten heute nach Angaben der Post bereits mehr als 6000 Menschen. Bezahlt werden sie nicht nach dem Haustarif des Unternehmens, sondern nach dem in der Regel niedrigeren Tarif des Speditions- und Logistikgewerbes. Verdi sieht in dem Schritt einen Bruch bestehender Vereinbarungen mit dem Unternehmen über die Fremdvergabe.

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Vor Verhandlungsbeginn hatten Bsirske und Post-Chef Frank Appel in Interviews den Ton verschärft. Bsirske drohte, wenn der Post-Vorstand seinen Kurs weiterfahre, laufe er auf eine massive Konfrontation zu. Appel kritisierte, Verdi setze Mitarbeiter unter Druck, damit sie sich an den Warnstreiks beteiligten.

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