PricewaterhouseCoopers PwC-Chef verteitigt Nutzung von Steueroasen durch Unternehmen

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Der Chef von PricewaterhouseCoopers (PwC), Deutschlands größtem Anbieter von Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsleistungen, verteidigt die Nutzung internationaler Steueroasen bei der Standortpolitik von Unternehmen.

Diese Firmen schauen Deutschland in die Bilanz
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Platz 6: Rödl & PartnerIn Deutschland machten die Nürnberger im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von knapp 154 Millionen Euro. Ein Drittel davon erwirtschaftete die Gesellschaft mit Wirtschaftsprüfungen.* Weltweit setzten Rödl & Partner 281,3 Millionen Euro um - und damit rund 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Gewinn macht das Unternehmen keine Angaben. 3.500 Menschen sind bei Rödl & Partner beschäftigt. * Rest der Umsätze: Steuer-, Rechts- und Unternehmensberatung Quelle: Presse
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"Staaten überall auf der Welt nutzen das Steuerniveau und steuerliche Anreize ganz bewusst als Wettbewerbsfaktor", sagte Norbert Winkeljohann, Chef von PwC Deutschland im Interview mit der WirtschaftsWoche. Steuern spielten als ein Kostenfaktor bei der Standortwahl natürlich auch eine Rolle, was die Finanzchefs der Unternehmen nicht ignorieren könnten.

"Sie müssen die Kosten möglichst niedrig halten, das ist ihr Job, dafür werden sie bezahlt. Aktionäre und Mitarbeiter erwarten das zu Recht", so Winkeljohann. PwC helfe Unternehmen dabei, die komplizierten steuerlichen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten zu verstehen. Ein schlechtes Gewissen sei dabei nicht angebracht.

Zudem kritisierte Winkeljohann die Steuerpläne der Parteien zur Bundestagswahl. "Vielen Politikern geht es darum, Steuern zu erhöhen", sagte der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. "Es fehlt eine Steuerreform, die einfacher und gerechter definiert, was besteuert werden soll." Dadurch würden Steuerschlupflöcher verschwinden. Zudem müsse die Steuerpolitik laut Winkeljohann international abgestimmt werden. Das zeige auch die Diskussion um Steueroasen.

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