Pro Whistleblowing Prämien für Denunziation oder Zivilcourage?

Wer in den USA den Behörden Verstöße seines Arbeitgebers etwa gegen das Aktienrecht meldet, kann mit der Hilfe des Staates und hohen Belohnungen rechnen. Soll es das auch in Deutschland geben?

Guido Strack, 49, ist Vorsitzender des 2006 gegründeten Vereins Whistleblower-Netzwerk in Köln. Zuvor arbeitete der gelernte Jurist als Beamter für die EU-Kommission in Luxemburg. Quelle: PR

Der amerikanische Präsident Barack Obama verfolgt Whistleblower im Militär- und Sicherheitsbereich härter als je zuvor. Bei Verstößen gegen Regeln des Marktes oder Schädigung öffentlicher Haushalte wird Whistleblowing jedoch finanziell gefördert. Kritiker in Deutschland verteufeln das US-System als Prämie für Denunzianten. Dies sollte man differenzierter sehen:

  • Das US-System beschränkt sich nicht auf Prämien für Whistleblower, sondern verbietet zugleich deren Diskriminierung und sanktioniert Täter.
  • Belohnungen gibt es auch hier, etwa für die Aufklärung von Straftaten oder beim Ankauf von Steuer-CDs. Dies geschieht hier jedoch weitgehend ohne klare Regeln und Rechtssicherheit für Informanten.

Tippgeber die bereits ohne Belohnung auspackten

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