Prozess gegen Flugsicherung Ryanair kämpft um jeden Cent

Ryanair kämpft in einem Prozess gegen die deutsche Flugsicherung um die Rückerstattung von rund 500.000 Euro, welche die Flugsicherung nachträglich wegen falsch angegebenen Startgewichts erhoben hatte.

Ryanair Quelle: REUTERS

In einem Prozess gegen die deutsche Flugsicherung kämpft die Billigfluggesellschaft Ryanair um jeden Cent. Die Iren verlangen in dem am Dienstag begonnenen Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt die Rückerstattung von rund 500.000 Euro Start- und Landegebühren, welche die Flugsicherung nachträglich erhoben hatte.

Ryanair hatte bei den Fluglotsen für seine deutschen Flüge mit dem Einheitstyp Boeing 737-800 jeweils das niedrigste mögliche Startgewicht von knapp 67 Tonnen angemeldet. Nachdem das Luftfahrtbundesamt bei Ryanair-Fliegern in Bremen und Hahn nachgemessen hatte, stellte die Flugsicherung 2012 einen nachträglichen Gebührenbescheid wegen falsch deklarierter Startgewichte in Höhe von 506 701,30 Euro aus. Ryanair zahlte nur unter Vorbehalt und klagte.

Seitdem vertritt die Flugsicherung die Auffassung, dass nur das maximal mögliche Startgewicht der Boeings von knapp 75 Tonnen als Bemessungsgrundlage in Frage kommt, wie eine Sprecherin erläuterte. Man befinde sich dabei im Einklang mit internationalen Luftverkehrsvorschriften. Ryanair geht hingegen davon aus, dass das Startgewicht variiert und folglich auch variabel berechnet werden müsse.

Laut Flugsicherung soll es am Mittwoch eine Entscheidung geben.

 

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