PwC-Studie Talfahrt in der Musikbranche beendet

Exklusiv

Der lange Abwärtstrend im deutschen Musikgeschäft ist offenbar gestoppt.

Helene Fischer Quelle: dpa

2013 wird der Umsatz mit CDs und digitalen Downloads erstmals nach zehn Jahren wieder wachsen, meldet die WirtschaftsWoche unter Berufung auf eine aktuelle Studie der Beratung PricewaterhouseCoopers (PwC), die in der kommenden Woche auf den Münchner Medientagen vorgestellt werden soll. „Es gibt einen Paradigmenwechsel im Musikbusiness“, sagte Marcel Fenez, in Hongkong ansässiger oberster Medienspezialist der Beratung, dem Magazin: Laut der PwC-Studie ist 2013 das Plus im Digitalgeschäft erstmals größer als das Minus bei physischen Tonträgern wie CDs oder Vinylplatten. Der Trend wird laut PwC anhalten. Bis 2017 erwartet die Beratung ein Wachstum des deutschen Musikmarktes von durchschnittlich 0,8 Prozent pro Jahr.

Damit schließt sich Deutschland als Europas größter Musikmarkt einem weltweiten Trend an. Nach der PwC-Studie melden bereits neun der weltweit 20 größten Märkte wieder steigende Umsätze. In Ländern wie Indien, China oder Indonesien wächst das Musikgeschäft laut PwC bis 2018 sogar im Durchschnitt um bis zu 18 Prozent. Seit dem Allzeit-Umsatzhoch Ende der Neunzigerjahre hatten die Musikverkäufer die Hälfte ihres Umsatzes von einst weltweit gut 30 Milliarden Dollar und 50 Prozent ihrer Beschäftigten verloren.

Vorreiter des Umschwungs ist der weltgrößte Plattenkonzern Universal Music. Die Tochter des französischen Medienriesen Vivendi setzt auf weltweite Zukäufe, gezieltere Vermarktung auch der Archive, neue Bezahlangebote wie Streaming sowie Social Media Seiten wie Facebook. Auch Fanartikel, Dienstleistungen für Künstler sowie Kooperationen mit TV-Sendern und Banken, die Musik für ihre Werbung nutzen, zählen zum Rettungspaket der Musikindustrie.

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