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Redesign Lufthansa fliegt zum ersten Mal im neuen Blau – Ex-Finanzchefin Menne nicht begeistert

Lufthansa Quelle: dpa

Die Lufthansa hat endlich den ersten Flieger in ihrem neuen Blauton in die Luft gebracht. Im Februar war es zu Problemen mit einer ersten Version des neuen Tons gekommen.

Die Lufthansa hat ihre erste Maschine in dem erneut überarbeiteten Outfit an den Start gebracht. Die Boeing 747-400 mit der Kennung D-ABVM sollte am Freitag von Frankfurt nach Toronto fliegen, wie die Fluggesellschaft per Twitter mitteilte. Neu ist vor allem der hellere Blauton am Heck.

Lufthansa hatte ihr erst im Februar vorgestelltes neues Jet-Design noch einmal abgeändert, weil der zunächst gewählte Blauton vor allem in der Dämmerung nahezu schwarz erschien.

Nach Informationen des Luftverkehrs-Portals airliners.de ist auch das Kranich-Symbol noch einmal vergrößert worden. Das von vielen vermisste gelbe „Spiegelei“ am Leitwerk kommt hingegen nicht zurück. Für das neue Flugzeug-Design hatte es intensive Vorstudien, über 800 Entwürfe und eigene Farbentwicklungen im Labor gegeben. Zu den Kosten machte der Dax-Konzern keine Angaben. Die Flotte soll innerhalb von sieben Jahren komplett umlackiert sein.

Die Lufthansa hatte sich ein grundlegendes Redesign verpasst, um sich von der biederen Vergangenheit abzusetzen – und vom eigenen Billigflieger Eurowings. Mit einem edlen, stilvollen neuen Anstrich will die deutsche Traditionsfluglinie zu den Mitbewerbern vom Golf aufschließen, sich aber gleichzeitig mit weniger Pomp und Protz auch von diesen absetzen. Eine unaufgeregte Premiumairline mit ausgezeichnetem Service für Businesskunden.

Dabei war das zu dunkle neue Blau jedoch nicht die einzige Schwäche. Sieben Jahre bis zur vollständigen Umlackierung der Flotte, die Gebrauchsgegenstände an Bord, die erst ersetzt werden, wenn sie abgenutzt sind, das unveränderte Gelb in manchen Teilen des Corporate Designs: Einiges wirkt halbherzig am Umbau des Erscheinungsbilds.

Das ist sicherlich auch den Traditionalisten geschuldet: Viele alte Kunden werden das gelbe „Spiegelei“-Logo vermissen. Unter ihnen auch die ehemalige Lufthansa-Finanzchefin Simone Menne, die sich auf Twitter wenig begeistert zeigte. Eine etwas schwammige, dafür aber aufregungsfreie Übergangsphase ist vermutlich durchaus kalkuliert.

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