Reisetrends Geschäftsreisen ja, aber bitte günstig

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Sparsames Reisen

Die Typologie eines Handlungsreisenden
Der Veteran Quelle: AP
Der Reisemüde Quelle: gms
Der Unentspannte
Der High-Tech-Traveller
Das Greenhorn

Vor allem in Großunternehmen gibt es eine weitere Strukturveränderung: War vor vier Jahren noch mehr als jeder dritte Mitarbeiter dienstlich unterwegs, reist heute nur noch jeder Vierte mindestens einmal im Jahr. Die Langzeitbetrachtung zeigt, dass immer mehr Reisen auf weniger Reisende verteilt werden.

Auch wenn die Krise vorbei ist: Die deutschen Unternehmen behalten ihre eher restriktiven Maßnahmen bei Dienstreisen bei – der schon in den Vorjahren zu beobachtende Trend zum sogenannten Downgrading, also zum sparsameren Reisen, hält an, zumindest bei der Hotelauswahl.

Ein Stern weniger muss reichen

Bei Übernachtungen  verzichten dienstlich Reisende im In- wie auch im Ausland auf jeweils einen Stern im Vergleich zum Vorjahr: Die Zahl der Übernachtungen in Fünf-Sterne-Herbergen ist im Inland um sieben Prozentpunkte zurückgegangen, die in Vier-Sterne-Hotels ist um fast zehn Prozentpunkte gestiegen. Gut  40 Prozent aller Übernachtungen werden in dieser Kategorie gebucht.

Weniger Business-Class-Flüge...

Beim Fliegen gibt es nach den Zahlen von AirPlus dagegen kein weiteres Downsizing: Nachdem der Anteil der Business-Class-Flüge in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückging – von 43 Prozent 2001, über 12 Prozent 2008 und nur noch sieben Prozent 2010, durften im vergangenen Jahr wieder neun Prozent in die bequemere Komfortklasse umsteigen. Dennoch bleibt die Holzklasse für die meisten Dienstreisenden Standard: Der Anteil der Economy-Flüge liegt nach wie vor bei 90 Prozent.

...aber insgesamt mehr Flüge

Für das kommende Jahr sind die deutschen Travel Manager durchweg vorsichtig optimistisch. Sie gehen davon aus, dass ihre Unternehmen wieder mehr für Übernachtungs- und Flugleistungen ausgeben werden. Verlierer sind dabei voraussichtlich die Bahn und die Mietwagenanbieter: Durchschnittlich rechnen rund 80 Prozent der Travel Manager nach Einschätzung des VDR nicht mit Ausgabensteigerungen in diesen Bereichen. Der VDR vermutet, dass das damit zusammenhängt, dass die Reisen in Zukunft wieder länger dauern. Die im vergangenen Jahr gestiegene Zahl der Ein-Tages-Trips hat vor allem Bahn oder Mietwagen genützt.

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