WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Rewe Touristik Buchungen von Griechenland-Reisen brechen ein

Exklusiv

Die Touristik-Tochter des Einzelhandelskonzerns Rewe will nach der Übernahme des tschechischen Reiseveranstalters Exim weiter stark wachsen und plant weitere Käufe.

Griechenland Quelle: dpa

„Wenn sich interessante Offerten bieten, werden wir weitere Unternehmen kaufen oder uns an ihnen beteiligen“, sagte Touristik-Chef Norbert Fiebig der WirtschaftsWoche. „Wir röntgen den Markt unter allen Wachstumsoptionen. Interessant sind Länder mit steigenden Haushaltseinkommen oder wachsender Bevölkerung.“

Doch Rewe will nicht nur in weiteren Ländern präsent sein, sondern auch neue Segmente wie Aktivreisen erobern. „Wir wollen zusätzliche Geschäftsfelder erschließen. Denken Sie mal an Nischenveranstalter, die Sportreisen wie Tauch- oder Raftingtouren organisieren. Solche Unternehmen sind spannend, weil sie loyale Kundenbeziehungen aufgebaut haben.“

Auch den Vertrieb will Rewe verbessern und im Internet investieren. „Den Kauf eines Online-Portals mit herausragendem Geschäftsmodell schließe ich nicht aus.“ Der Vertrieb von Reisen wird Rewe auch durch die Exim-Übernahme verändern. „Exim ist Marktführer in Tschechien, Nummer zwei in der Slowakei und führend in Polen und Ungarn“, so Fiebig. Gleichzeitig ist Rewe in Tschechien Marktführer im Discount- und im Supermarkt-Segment mit den Marken Penny und Billa. „Wir werden hier künftig noch umfangreicher Reisen über unsere Handelsstandorte verkaufen“, kündigt Fiebig an.

Zufrieden ist Rewe mit der Entwicklung des Reisegeschäftes seit Jahresbeginn, das trotz der Griechenlandkrise zulegen konnte. „Insgesamt liegen wir beim Umsatz in diesem Jahr bei einem Plus von drei Prozent – trotz der Krise in Griechenland und dem Hochwasser in Thailand. Damit wachsen wir fast ähnlich stark wie im Vorjahr, wo wir um 5,1 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro Jahresumsatz zulegen konnten.“ Dabei lägen derzeit alle Vertriebsmarken in den schwarzen Zahlen. Keine Besserung gibt es im Urlaubsgeschäft mit Griechenland. „Die Buchungen nach Griechenland sind bei uns um 28 Prozent eingebrochen.“

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%