WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Ryanair-Chef Michael O’Leary „Wir packen einfach unsere Flieger voll“

Seite 4/4

"Wenn ich an die 787 denke, kriege ich feuchte Träume"

Welchen Langstreckenjet hätten Sie gern?
Die Boeing 787, und zwar bis zu 100 davon. Wenn ich an die 787 und ihre niedrigen Kosten denke, kriege ich feuchte Träume, leider unerfüllte.

Die Vereinten Nationen des Himmels
Boeing-787 Quelle: Boeing
Dreamliner Quelle: REUTERS
Triebwerk Quelle: Pressebild / Rolls-Royce
Batterien Quelle: dpa
Passagiertüren Quelle: Boeing
Unterhaltungssysteme Quelle: REUTERS
Unterbodenstreben Quelle: Boeing

Boeing hat aber von der 787 seit 2011 nicht mal halb so viele Flugzeuge neu verkauft, wie sie ausgeliefert haben. Da müssten doch ein paar übrig sein.
Aber leider nicht vor 2020. Vielleicht wird es auch ein Jahr früher wenn die Fluglinien vom Golf weiterhin wirtschaftliche Probleme haben und Bestellungen streichen müssen. Doch wir müssen auch nicht Langstrecke fliegen. Denn wir haben mehr als 600 Flugzeuge in den vergangenen drei Jahren bestellt und werden damit bis 2024 unsere Größe verdoppeln.

Sie bekommen bald den neuen Mittelstreckenjet Boeing 737MAX. Ihr Konkurrent Norwegian fliegt damit aus Europa in die USA?
Das ist für uns keine Lösung. Die MAX kommt nur von England bis an die US-Ostküste. Aber wir müssen Flüge aus ganz Europa in die komplette USA anbieten können, also nicht nur Dublin – New York, sondern auch Mailand – Los Angeles.

Einen Rückzug haben Sie auch bei Ihrem Angebot für Urlaubsreisen gemacht. Lief Ryanair Holidays so schlecht?
Im Gegenteil. Aber anders als vereinbart hat unser Partner unsere Tickets an einen Wettbewerber weiterverkauft, der daraus eigene Pauschalreisen gebaut hat.

Ist das überhaupt möglich? Bei Ihnen können doch nur registrierte Kunden buchen.
Stimmt. Aber Weiterverkäufer umgehen das, indem sie falsche Profile erschaffen und darüber buchen. Um uns davor zu schützen, haben wir mithilfe von Zahlencodes eine zweite Ebene geschaffen.

Löst das Ihr Problem?
Es ist vor allem das Problem der Kunden. Sie zahlen bei diesen Halsabschneidern einen Aufpreis, weil sie auf angebliche Sonderangebote hereinfallen und auch noch unerwartete Buchungsgebühren anfallen. In Deutschland haben wir das im Griff, in Spanien aber nicht. Das ist da wirklich wie im Wilden Westen. Aber wir haben uns jetzt einen neuen Partner gesucht und legen wieder los. Europas Urlauber brauchen uns.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%