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Ryanair Pilotengewerkschaft kündigt Streiks an

Die Pilotengewerkschaft kündigt Streiks bei Ryanair an Quelle: dpa

Beim Billigflieger Ryanair revoltieren die Piloten. Nach Italienern und Portugiesen haben nun auch die deutschen Piloten Streiks bei der irischen Gesellschaft angekündigt.

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Beim irischen Billigflieger Ryanair kündigt sich der erste Pilotenstreik der Geschichte an. Die Vereinigung Cockpit (VC) hat am Dienstag zu Streiks an den deutschen Basen aufgerufen. Zuvor hatten bereits Gewerkschaften in Italien und Portugal für Arbeitskämpfe mobilisiert. An der Basis Dublin haben sich irische Piloten per Urabstimmung für einen Streik ausgesprochen.

Die VC nannte zunächst keine Termine für die geplanten Ausstände, um Gegenmaßnahmen zu erschweren. Die Weihnachtstage sollen aber bis einschließlich 26. Dezember nicht bestreikt werden.

Ziel der europaweit koordinierten Aktionen seien marktgerechte Arbeits-und Vergütungsbedingungen, erläuterte die Pilotengewerkschaft VC. Maßstab seien hier die Tarifbedingungen der Tuifly, die wie Ryanair eine Flotte von Boeing 737 betreibt.

Zuvor hatte die Gewerkschaft die Piloten unterstützt, eine Tarifkommission zu gründen. Sie werden vom hauptamtlichen VC-Tarifexperten Ingolf Schumacher unterstützt, der bereits den harten Konflikt bei der Lufthansa ausgefochten hat.

Europas größte Billigflieger
Platz 10: Jet 2Jet 2 ging aus der 1978 gegründeten Channel Express hervor und nahm im Jahr 2013 ihren Flugbetrieb auf. Sie fliegt vor allem Urlaubsdestinationen am Mittelmeer sowie europäische Hauptstädte an. Der britische Billigflieger mit Sitz in Leeds startete im Juli 1846 Mal, verfügte über 345.414 Sitze und flog 516 Strecken. Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt; Ranking auf Grundlage der Starts im Juli 2017
Transavia Quelle: REUTERS
 Aer Lingus Quelle: AP
Wizz Air Quelle: AP
Norwegian Air Shuttle Quelle: REUTERS
Flybe Quelle: REUTERS
Eurowings/Germanwings Quelle: dpa

Ryanair hat bislang keine Verhandlungsbereitschaft gezeigt. Sprecher Robin Kiely verwies in der Vergangenheit auf Lohnerhöhungen und Dienstplanverbesserungen, die mit den lokalen Piloten-Ausschüssen verhandelt worden seien. Dieses Vorgehen sei vom Obersten Gerichtshof in Irland als rechtmäßig genehmigt worden. Die Behauptungen der deutschen Gewerkschaften seien ohne Grundlage.

Ryanair-Chef Michael O'Leary hat bisher jegliche Verhandlungen mit Gewerkschaften abgelehnt und stattdessen mit lokalen Pilotenvertretungen innerhalb des Unternehmens gesprochen. In den vergangenen Monaten hatte sich Widerstand gegen die nach irischem Recht organisierten Arbeitsbedingungen geregt, die unter anderem einen hohen Anteil von Leiharbeitern im Cockpit zulassen. O'Leary hat die VC in der Vergangenheit stets als „Gewerkschaft der Lufthansa“ abgelehnt.

So sieht es in der Ryanair-Zentrale aus
Gut gelaunt greift Ryanair-Boss Michael O'Leary mit seiner Digitaloffensive die gesamte Reisebranche an ( zur Analyse). Damit in der Zentrale des Konzerns der richtige Start-up-Geist dafür herrscht, ... Quelle: dpa Picture-Alliance
... hat O'Leary das Gebäude am Flughafen Dublin zu einer Spielwiese umgebaut. Quelle: Paulo Nunes dos Santos für WirtschaftsWoche
Das wird schon im Foyer deutlich. Die Wand neben der großen Rutsche ziert ein Graffito, das an den Batman-Bösewicht Joker erinnert. "Welcome to the Madhouse" steht daneben. "Willkommen im Irrenhaus". Quelle: Paulo Nunes dos Santos für WirtschaftsWoche
Nicht nur Batman-Anspielungen sind zu finden. Das Plakat zeigt Konzernmitarbeiter als StarWars-Helden. O'Leary gibt den Darth Vader. Quelle: Paulo Nunes dos Santos für WirtschaftsWoche
Büros und Aufenthaltsräume sind ... Quelle: Paulo Nunes dos Santos für WirtschaftsWoche
... voll mit Fototapeten. Quelle: Paulo Nunes dos Santos für WirtschaftsWoche
Quelle: Paulo Nunes dos Santos für WirtschaftsWoche

Auch die deutsche Kabinengewerkschaft Ufo will mit Ryanair über einen nationalen Tarifvertrag für die in Deutschland stationierten Flugbegleiter verhandeln und wirbt dafür in der Belegschaft um Mitglieder.

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