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Sanierung mit Schwierigkeiten Gegenwind bei Rettung von Reisekonzern Thomas Cook

Das finanzielle Rettungspaket für die Sanierung des Reiseunternehmens Thomas Cook ist noch nicht geschnürt. Es fehlen noch 200 Millionen Pfund.

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Das britische Reiseunternehmen braucht frisches Geld für die Sanierung. Quelle: Reuters

Der älteste Touristikkonzern der Welt, Thomas Cook, stößt Insidern zufolge bei seiner finanziellen Sanierung auf Schwierigkeiten. Das kriselnde Reiseunternehmen sei in letzter Minute mit der Forderung der Royal Bank of Scotland (RBS) nach Bereitstellung abgesicherter Mitteln konfrontiert worden, die über ein schon ausgehandeltes 900 Millionen Pfund (umgerechnet knapp eine Milliarde Euro) schweres Rettungspaket hinausgingen, sagte eine Person aus dem Umfeld der Verhandlungen am Donnerstag. Es gehe um 200 Millionen Pfund. „Die Situation wird kritischer.“ Gläubiger müssen den Sanierungsplan kommende Woche absegnen, der eine Aufspaltung in einen Reiseanbieter und eine Fluggesellschaft vorsieht. RBS erklärte, sie arbeite weiter mit allen Beteiligten an der Rettung von Thomas Cook.

Der chinesische Thomas-Cook-Großaktionär Fosun will nach bisherigen Planungen 450 Millionen Pfund frisches Geld bereitstellen, drei Viertel des Reisegeschäfts und ein Viertel der Airline-Gruppe übernehmen. Die wichtigsten Banken und Anleihegläubiger bringen demnach ebenfalls 450 Millionen Pfund auf und wandeln die Schulden, die Thomas Cook bei ihnen hat, um in 25 Prozent des neuen Kapitals vom Touranbieter und 75 Prozent der Airlines, zu denen auch der deutsche Ferienflieger Condor gehört.

Thomas Cook, der weltweit zweitgrößte Reisekonzern nach TUI, war durch eine milliardenschwere Abschreibung auf ein britisches Tochterunternehmen und ein schwächeres Reisegeschäft ins Schleudern geraten. Stärker als TUI leidet Thomas Cook unter der mit Brexit und schwächerem Pfund einhergehenden Reiseunlust der Briten. Fosun ist bereits seit 2015 mit 18 Prozent als größter Aktionär an Thomas Cook beteiligt. Die vom Hongkonger Milliardär Guo Guangchang mitgegründete Gruppe zählt zu den gewichtigsten Konglomeraten in China. In Deutschland ist Fosun am Modekonzern Tom Tailor und der Privatbank Hauck & Aufhäuser beteiligt.

Weiter: Der chinesische Mischkonzern und Thomas-Cook-Großaktionär Fosun gibt dem kriselnden Reiseunternehmen weiteres Geld. Damit rückt die Übernahme näher.

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