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Schlechte Geschäfte DHL hebt Paketpreise für Geschäftskunden an

DHL hebt Paketpreise für Geschäftskunden an Quelle: dpa

Nach schlechten Geschäften in ihrer Brief- und Paketsparte baut die Deutsche Post ihre Konzernstruktur um. Im Geschäftskundenbereich versucht Tochter DHL mit höheren Paketpreisen gegen zu steuern.

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Die Deutsche Post-Tochter DHL stemmt sich mit höheren Paketpreisen für Geschäftskunden gegen schrumpfende Gewinne. Ab 1. Januar 2019 sollen die individuell vereinbarten Konditionen stärker als in den Jahren zuvor angepasst werden, teilte DHL Paket am Dienstag mit. Weitere Angaben zur Höhe des Preisaufschlags wollte ein Sprecher nicht machen. Damit reagiert das Unternehmen auf deutlich gestiegene Transport- und Personalkosten.

Insbesondere die Preise für Sperrgut sollen deutlich steigen. Die Zunahme von sperrigen und schweren Sendungen habe die Kosten besonders stark nach oben getrieben. Auch große Schwankungen bei der Menge der versendeten Pakete sollen sich künftig stärker im Preis niederschlagen. Einen pauschalen Zuschlag etwa für viele Paketsendungen im Weihnachtsgeschäft soll es aber nicht geben.

Die Post hat unter anderem damit zu kämpfen, dass durch den Online-Handel zwar ihr Paket-Service floriert, die dafür notwendigen Zusteller und ihre Fahrten aber auch immer mehr kosten. Die Brief- und Paketsparte hatte unlängst mit herben Einbußen zu kämpfen, aufgrund höherer Kosten in diesem Bereich fiel der gesamte Konzerngewinn im zweiten Quartal um 14 Prozent auf 516 Millionen Euro. Der Ressortverantwortliche Jürgen Gerdes musste gehen, Konzernchef Frank Appel übernahm kommissarisch. Mit einem Vorruhestandsprogramm und mit Investitionen will er Kosten senken und Abläufe verbessern. Der 57-Jährige bleibt auch nach der Umstrukturierung vorerst direkt für das nationale Geschäft zuständig, die neue, abgespaltene E-Commerce-Einheit übernimmt hingegen der bisherige Express-Vorstand Ken Allen.

Bei Paketen und Briefen im Inland peilt die Deutsche Post weitere Preiserhöhungen an, deren genauer Umfang aber noch nicht bekannt ist – bei Briefen hat die Bundesnetzagentur ein Wörtchen mitzureden, erst im Januar 2019 dürften deren Preise steigen.

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