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Sicherheitspersonal Verdi kündigt Warnstreik am Frankfurter Flughafen an

Schlechte Nachrichten für Reisende am Frankfurter Flughafen: Die Gewerkschaft Verdi kündigt einen Warnstreik des Sicherheitspersonals am Freitag an. Lange Wartezeiten beim Check-in drohen.

Wirbel um kinderfreie Zonen
Das Deutsche Institut für Service-Qualität wollte es wissen: Mit welchen Airlines fliegen die Deutschen am liebsten? Für das Ranking wurden 1186 Personen zu der Fluggesellschaft befragt, die sie in den letzten zwölf Monaten am häufigsten genutzt haben. Im Mittelpunkt stand die Meinung zu Service und Flugangebot sowie zu Zuverlässigkeit/Sicherheit und Preis-Leistungs-Verhältnis. Darüber hinaus flossen Ärgernisse und die Weiterempfehlungsbereitschaft in die Wertung ein. Nicht dabei ist Air Asia, die allerdings auch nicht mehr nach Europa fliegt. Malaysias Billig-Linie sorgt aktuell mit kinderfreien Zonen für Schlagzeilen. Die ersten sieben Economy-Reihen der Air Asia-Jets sind für Kinder unter zwölf Jahren tabu. Erwachsene, die in der ruhigen Zone sitzen wollen, müssen einen Aufschlag zahlen. Die Airline verspricht „Frieden und Stille“ für ein paar Euro und verbannt die Familien in den hinteren Flugzeugteil. In Internet-Foren findet sich viel Empörung. Deutsche Fluggesellschaften versichern, es gebe keine Pläne für kinderfreie Zonen. Quelle: dpa
Michael O'Leary (M), Chef des Billig-Fliegers Ryanair, mit zwei Stewardessen Quelle: dpa/dpaweb
Check-In Automaten der Lufthansa und von Germanwings Quelle: dpa
Flugzeuge der Gesellschaft airberlin Quelle: dpa
Fluggäste des britischen Billigflieger "easyjet" Quelle: dpa/dpaweb
Modell einer Boeing 737-800 mit dem neuen Schriftzug TUIfly.com steht am Freitag (12.01.2007) in Hannover der bisherige HLX-Chef Roland Keppler. Quelle: dpa
Eine Stewardess zeigt am 21.11.2012 in München (Bayern) am Flughafen im Business-Class-Bereich einer Boeing 747-8 Intercontinental die Sitze. Quelle: dpa

Die Gewerkschaft Verdi will den Flugverkehr am Frankfurter Flughafen am Freitag (21.2.) massiv stören. Reisende müssen sich wegen eines 21-stündigen Warnstreiks von Beschäftigten der privaten Luftsicherheit auf Flugausfälle und Wartezeiten einstellen. Der Ausstand an Deutschlands größtem Luftdrehkreuz soll um 2.00 Uhr nachts beginnen und um 23.00 Uhr enden, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte. Beide Terminals seien betroffen. In den Bereichen Personenkontrolle, Frachtkontrolle, Flughafensicherheit und Services sind demnach insgesamt rund 5000 Mitarbeiter beschäftigt.

Flugreisende sollten möglichst früh vor dem Abflug zum Check-in-Schalter kommen, oder - sofern - möglich am Vorabend den Online-Check-in nutzen, empfahl der Sprecher der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens, Fraport. Zudem sollten sie sich im Internet über den Status ihres Fluges informieren. Flugausfälle schließt Fraport nicht aus. „Gehaltsverhandlungen dürfen nicht auf dem Rücken der Passagiere ausgetragen werden“, sagte der Sprecher. Der Warnstreikaufruf gilt nach seinen Angaben nicht für die rund 700 bei Fraport direkt beschäftigten Sicherheitsmitarbeiter.

Nach Einschätzung der Lufthansa war das Ausmaß der Behinderungen zunächst nicht abzusehen. Bisher habe die Airline noch keine Flüge gestrichen, sagte ein Sprecher am Nachmittag. In den ersten Stunden dürfte vor allem die Frachtabfertigung von dem Warnstreik betroffen sein. Der Flugbetrieb für Passagiermaschinen startet ab etwa 5 Uhr. Allerdings können Reisende für die ersten Maschinen bereits früher einchecken.

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Verdi fordert für das Sicherheitspersonal einen einheitlichen Stundenlohn von 16 Euro. Die anderen Bereiche, zum Beispiel Services, sollen eine prozentual entsprechende Anpassung bekommen. „Die Arbeitgeber haben bisher zwischen 10 und 13 Euro angeboten. Das ist deutlich zu wenig“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Mathias Venema. In anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Bremen oder Nordrhein-Westfalen würden diese Tätigkeiten mit bis zu 15 Euro entlohnt.

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft BDSW hat nach eigenen Angaben zuletzt ein Plus von 20 Prozent und mehr geboten. Der Stundenlohn der untersten Gehaltsgruppe soll demnach von derzeit 10 Euro auf 12,76 Euro angehoben werden. Verdi fordere ein Plus von 37 Prozent, das sei nicht tragbar. Streit gibt es auch über die Laufzeit des Vertrages. Bisher trafen sich die Tarifparteien vier Mal, nächster Termin ist der 5 März.

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