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Sky gegen Telekom Endspurt um die Bundesliga-TV-Rechte

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Fußball für die junge Zielgruppe

Robben und Barrios im Sinkflug
Der aktuelle Marktwert von Lucas Barrios (BVB) liegt bei etwa 13 Millionen Euro. Damit büßt der Superstürmer der Meistersaison 4 Millionen Euro ein. Quelle: dapd
Der Preis von Bayern-Star Arjen Robben befindet sich im Sinkflug, jedoch auf hohem Niveau. Derzeit erreicht der Mittelfeldspieler mit dem Verletzungspech einen Marktwert von 32 Millionen Euro und verliert damit 3,5 Millionen. Quelle: dapd
Der Bremer Marko Marin hat derzeit mit Verletzungen zu kämpfen. Nachdem er Anfang Januar eine Beckenverletzung auskuriert hatte, meldete er sich nur 14 Tage später wegen Leistenproblemen wieder ab. Wenig Chancen, seinen Marktwert zu verteidigen. So sank dieser auch um 3 Millionen auf 11 Millionen Euro. Quelle: dpa
Obwohl er 3 Millionen Euro eingebüßt hat, ist Christian Träsch (rechts) mit einem Marktwert von 9 Millionen Euro immer noch einer der am teuersten gehandelten Spieler bei Wolfsburg. Quelle: Reuters
Auch René Adler, kurzzeitiger Stammkeeper der deutschen Nationalmannschaft, verliert an Wert. Derzeit liegt sein Marktwert bei 7,5 Millionen Euro - 2,5 Millionen Euro weniger als bei früheren Schätzungen. Allerdings setzt der Leverkusener auch schon seit Juli 2011 verletzungsbedingt aus. Quelle: ap
Auch Bremens Torwart Tim Wiese verliert 2 Millionen Euro an Wert. Sein neuer Marktwert ist jetzt bei 7 Millionen Euro angesetzt. Quelle: dpa
Ähnlich sieht es bei Leverkusens Stürmer Stefan Kießling aus. Auch sein Wert fällt um 2 Millionen auf 7 Millionen Euro. Quelle: dapd

Zwar gibt es ligainterne Planspiele, neue Sonderwerbeformen außerhalb der Werbeblöcke einzuführen, damit die Sender mehr Geld rund um den Fußball verdienen könnten. DFL-Geschäftsführer Seifert deutete dies jüngst an. Details sind noch nicht bekannt. Kenner der Szene erwarten, dass beispielsweise Einzelspots während laufender Spielberichte ab der Saison 2013/14 eingeführt werden könnten. Zehn Millionen Euro Mehreinnahmen seien durch solche Extras pro Saison durchaus drin, sagt ein Werbeexperte.

Doch das dürfte vornehmlich die ARD animieren, mehr Geld für die Rechte auf den Tisch zu legen. Denn für das Erste hat der Fußball immense strategische Bedeutung: „Die Bundesliga ist für uns ein Vehikel, um junge Zuschauer an das Gesamtprogramm heranzuführen“, sagt ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. Geht die ARD leer aus, fürchten zudem viele Intendanten ein erneutes Anschwellen der ewigen Gebührendebatte. Und auch Sky-Chef Sullivan hatte im vergangenen Herbst zu verstehen gegeben, mittlerweile ganz gut mit der „Sportschau“ leben zu können. Er setzt inzwischen selbst auf das Internet. Dort käme ein starker Konkurrent ungelegen.

Mit Abstand

Für Sat.1 und womöglich auch den TV-Marktführer RTL könnten dagegen die Rechte für den Samstagabend nach 21.45 Uhr interessant sein. Dort ist die Liga ohnehin nicht wirklich glücklich mit dem aktuellen Rechteinhaber ZDF. Das Zweite zeichnet sein „Aktuelles Sportstudio“ nur auf und strahlt es frühestens ab 23 Uhr aus. Nachdem die Mainzer Sat.1 im vergangenen Jahr für 54 Millionen Euro bereits die Rechte an der Champions League ab der kommenden Saison vor der Nase weggekauft hatten, könnte nun der Privatsender zum Zuge kommen.

Weitere Interessenten sind die Münchner Sportsman Media Group, die Partner der DFL bei der Auslandsvermarktung ist, den Online-Sportsender Laola1.tv betreibt und als einer der 15 Bieter gehandelt wird, sowie der Online-Ableger der „Bild“-Zeitung aus dem Berliner Springer Verlag. Ihnen blieben zum Beispiel die Spiele der zweiten Liga oder ein neues Online-Paket, in dem die Zusammenfassung gegen Bezahlung bereits am Samstag ab 18.15 Uhr angeboten wird. Der Internet-Riese Google, der mit seinem Angebot Google-TV einen Neustart versucht, hält sich wie gewohnt völlig bedeckt.

In Arbeit
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Vodafone-Chef Friedrich Joussen verfolgt das Geschacher um die Kicker-Rechte mit großem Abstand von seinem weitläufigen Büro im elften Stock der Unternehmenszentrale im Düsseldorfer Gewerbegebiet Seestern. „In Deutschland“, sagt er, nachdem er sich aus dem Bieterkampf zurückgezogen hat, „schafft es derzeit kein Anbieter, eine Rendite für den Erwerb seiner Fußballrechte zu bekommen.

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