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Software-Panne bei Flugsicherung Lufthansa muss Flüge streichen

Die Lufthansa hatte bereits am Sonntagabend mitgeteilt, dass allein bei der Airline insgesamt 2000 Passagiere in Frankfurt betroffen seien. Quelle: dpa

Rund 2000 Passagiere der Lufthansa müssen am Montag in Frankfurt mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. Weil es bei der Deutschen Flugsicherung Probleme mit der Software gibt, fallen 22 Flüge aus.

Die anhaltenden Software-Probleme bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) haben zu Wochenbeginn zu weiteren Verspätungen und Flugausfällen geführt. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt wurden bis Mittag 68 von rund 1400 geplanten Flugbewegungen gestrichen, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport am Montag berichtete. Beim Hauptkunden Lufthansa mussten 46 Flüge mit rund 4500 betroffenen Passagieren abgesagt werden.

Man rechne auch für die kommenden Tage mit einem eingeschränkten Betrieb, sagte der Fraport-Sprecher. Am Vormittag hatte die Flugsicherung angekündigt, die problematische Software erst in der Nacht zum Donnerstag (28. März) austauschen zu wollen. Bis auf Weiteres gelte in dem vom DFS-Sitz im nahen Langen kontrollierten Luftraum eine Kapazitätsbegrenzung auf 75 Prozent. Das heißt, dass ein Viertel der maximalen Kapazität aus Sicherheitsgründen nicht genutzt werden darf. Die Flugsicherheit sei nicht gefährdet.

Die Störung ist laut DFS auf das Center Langen bei Frankfurt begrenzt. Dessen Bereich reicht grob vom Bodensee bis Kassel und von der niederländischen Grenze bis Thüringen. In dem Gebiet finden sich die größeren Flughäfen Frankfurt, Stuttgart, Köln-Bonn und in Teilen der An- und Abflug Düsseldorf. Aus Stuttgart und Nordrhein-Westfalen wurden am Montag zunächst keine Probleme gemeldet. Die weiteren Kontrollzentralen der DFS in München, Bremen und Karlsruhe seien von der Störung nicht betroffen.

Die Lufthansa organisiert die Flugabsagen nach Vorgaben der DFS selbst. Gestrichen würden Verbindungen auf häufig geflogenen Strecken, damit man den Kunden eine schnelle Alternative anbieten könne, erläuterte eine Sprecherin. Grundsätzlich ist der Luftverkehr nach dem Winterflugplan noch nicht so dicht wie im Sommer.

Die Computer-Probleme bei der Flugsicherung dauern bereits seit Mittwoch vergangener Woche an. Als Ursache wird ein Software-Update aus dem Februar vermutet. Allerdings läuft das Programm in den anderen DFS-Centern fehlerfrei. Die betroffene Software stellt den Lotsen auf elektronischen Kontrollstreifen alle für den Flugverlauf wichtigen Daten jedes Fluges zur Verfügung. Das sind beispielsweise Flugzeugtyp, Flugstrecke und die erwartete Überflugzeit.

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