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Spanische Pleite-Airline Spanair-Manager müssen 10,8 Millionen Euro zahlen

Der Verwaltungsrat der Fluggesellschaft Spanair soll 2012 den Konkurs bewusst verschleppt haben – jetzt müssen dessen damalige Mitglieder eine Millionenbuße zahlen.

Spanair: Manager zu Millionenstrafe verurteilt Quelle: dpa

Mehr als zweieinhalb Jahre nach der Pleite von Spanair ist die damalige Führung der spanischen Fluggesellschaft zur Zahlung von 10,8 Millionen Euro verurteilt worden. Die Mitglieder des damaligen Verwaltungsrates seien von einem Gericht in Barcelona für schuldig befunden worden, die Einleitung eines Konkursverfahrens hinausgezögert und damit die Finanzlage des Unternehmens verschlechtert zu haben, berichteten spanische Medien am Mittwoch unter Berufung auf Sprecher des zuständigen Handelsgerichts.

Den meisten der Ex-Vorstände, darunter auch dem ehemaligem Spanair-Präsidenten und heutigen Geschäftsführer des englischen Fußball-Topclubs Manchester City, Ferran Soriano, wurde zudem die Verwaltung fremden Vermögens für zwei Jahre untersagt. Mitverurteilt wurden den Angaben zufolge auch drei Gesellschaften der Autonomen Region Kataloniens. Darunter etwa die staatseigene Holding Avançsa, die als juristische Person im Verwaltungsrat von Spanair vertreten waren.

Diese Airlines bieten miesen Service
Platz zehn: Syrian AirlinesDas Online-Portal Skytrax bewertet regelmäßig die internationalen Airlines in puncto Service und Qualität. 100 Punkte vergibt Skytrax, pro Kategorie können fünf Sterne erreicht werden. Syrian Airlines hat sich in diesem Ranking leider nicht mit Ruhm bekleckert. Mit 44,8 von 100 Punkten landet die Fluglinie auf Platz zehn der schlechtesten Airlines.
Platz neun: Tajik AirlinesAuch die tadschikische Fluggesellschaft Tajik Airlines kommt im Ranking nicht gut weg: 43,3 Punkte erreichte die Airline insgesamt. Bewertet wurden der Service bei Economy und Business Class am Boden und in der Luft. Besonders schlecht schnitt die Website, konkret der Online Check-In, sowie das Essen in der Business Class ab. Quelle: Screenshot
Platz acht: Iceland ExpressDie Linie wirbt damit, "Islands Low-Cost-Airline" zu sein. Leider reicht es auch beim Service nicht zum High Class Angebot. Mit 42,8 Punkten landet Iceland Express auf Platz acht der schlechtesten Fluglinien. Auch bei den Isländern war das Essen schlecht, außerdem bewerteten die Tester den allgemeinen Kundenservice an Board mit nur einem von fünf Sternen. Quelle: Presse
Platz sieben: Rossiya Rossiya Airlines ist Russlands größte Fluglinie. Nur beim Service bietet das Unternehmen Anlass zur Kritik, urteilt Skytrax. 42,7 von 100 Punkten vergibt das Portal an die russische Airline. Besondere Schwachstellen sind der Service bei der Ankunft, das Unterhaltungsprogramm an Board und die Sprachkenntnisse des Personals. Quelle: Presse
Platz sechs: Bulgaria AirDie Bulgarische Linie "Bulgaria Air" erreichte nur 41,8 von 100 möglichen Servicepunkten. Quelle: Creative Commons-Lizenz
Platz fünf: Air KoryoDer fünfte Platz im Ranking der schlechtesten Airlines geht mit 39,2 Punkten an die nordkoreanische Fluggesellschaft Air Koryo. Hier hatten die Tester einiges zu bemängeln: Sowohl die Benutzerfreundlichkeit der Homepage, die dort angegebenen Informationen, der Online-Check-In, der Umgang mit Verspätungen und gestrichenen Flügen, die Hilfsbereitschaft des Personals, Alter der Flieger, Kommunikation mit dem Cockpit, der Transfer-Service, als auch das Essen an Board, die Sprachkenntnisse der Stewards oder die Versorgung der Passagiere mit Zeitschriften oder Kissen wurde mit nur einem von fünf Sternen bewertet. Quelle: AP
Platz vier: Uzbekistan AirwaysDer vierte Platz geht mit 37,5 Servicepunkten an Uzbekistan Airways, die sich insbesondere in den Kategorien Check-In-Service, Unterhaltungsprogramm an Board, Versorgung mit Kissen, Decken und Handtüchern sowie der Bereitschaft, Bitten und Wünsche der Passagiere zu erfüllen, negativ hervorgetan hat. Quelle: Creative Commons-Lizenz

Die 1986 gegründete Airline hatte im Januar 2012 den Betrieb eingestellt. Spanair hinterließ Schulden von mehr als 350 Millionen Euro. Soriano hatte zu Beginn des Prozesses im Juli alle Vorwürfe zurückgewiesen. Er machte indirekt die Regionalregierung und die EU für die Spanair-Pleite verantwortlich. Barcelona habe entgegen der Zusagen die Finanzhilfen an Spanair gestoppt, sagte er vor Gericht. Ermittlungen der EU wegen angeblich illegaler Subventionen für Spanair hätten darüber hinaus Qatar Airlines von einem Einstieg bei der spanischen Gesellschaft abgehalten.

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