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Spartenverkauf NSN verkauft Glasfasersparte

Nokia Siemens Network wird saniert. Nun hat das Telekommunikations-Unternehmen seine Glasfasersparte an einen Finanzinvestor verkauft. 1900 Mitarbeiter müssen wechseln.

Der Telefonnetz-Ausrüster NSN verkauft seine Glasfasersparte an einen Finanzinvestor. Quelle: REUTERS

Im Zuge seiner Sanierung hat der Telefonnetz-Ausrüster Nokia Siemens Network (NSN) seine Glasfasersparte an einen Finanzinvestor verkauft. Marlin Equity Partners übernehme das Geschäftsfeld und wolle es als eigenständige Firma weiterführen, teilte NSN, eine gemeinsame Tochter von Siemens und Nokia, am Montag mit. Im Zuge des Verkaufs würden 1900 Mitarbeiter wechseln.

Marlin werde die finanzielle Ausstattung des Geschäftsfelds stärken, versprach Manager Pat DiPietro. "Wir sind zu den nötigen Investitionen bereit, um in diesem Segment einen neuen Marktführer aufzubauen und den langfristigen Nutzen für unsere Kunden in der ganzen Welt zu erhöhen", kündigte er an. Die neue Firma konkurriert nun als eigenständige Einheit mit einem alten Rivalen in der direkten Nachbarschaft, der Adva Optical Networking aus Martinsried bei München.

Die neuen Geräte mit Windows 8
Laptop oder Tablet-Computer? Was das IdeaPad Yoga 13 von Lenovo ist, hängt davon ab, wo Nutzer den Bildschirm hindrehen. Denn der lässt sich nicht nur im 90-Grad-Winkel aufstellen, sondern komplett umklappen. Im Vergleich zu Geräten wie dem iPad ist das IdeaPad jedoch relativ groß und schwer: Es misst 13 Zoll und wiegt 1,5 Kilogramm. Auch der Preis von rund 1300 Euro ist stattlich. Alternativ bietet sich das Lenovo Ideapad Yoga 11 (im Bild) an. Das Gerät ist mit seinem 11-Zoll-Bildschirm deutlich handlicher und mit 1300 Gramm auch etwas leichter. Kostenpunkt: 799 Euro. Quelle: dpa
Fliegender Wechsel: Das Vaio Duo 11 lässt sich mit einer Schiebebewegung vom Ultrabook zum Tablet verwandeln. Das flache, leichte und leistungsfähige Gerät hat allerdings seinen Preis: Sony vermarktet es ab 1200 Euro – auch für ein Ultrabook ist das nicht gerade günstig. Quelle: Sony
Premiere für Microsoft: Der Konzern beschränkte sich bislang auf die Rolle des Software-Lieferanten, jetzt bringt er mit dem Tablet-Computer Surface auch eigene Hardware heraus. Installiert ist Windows 8 RT, das für Geräte mit den stromsparenden ARM-Prozessoren konzipiert ist. In den USA kommt das Surface zu Preisen ab 500 Dollar auf den Markt, damit kostet ähnlich viel wie das iPad, bietet aber mehr Speicher. Doch es gibt Alternativen zum Microsoft-Flachmann. Quelle: Reuters
Ein klasisches Tablet hat auch Asus entwickelt, das VivoTab, das es mit WLAN wie auch mit UMTS-Anschluss gibt. Über ein verdecktes Scharnier lässt sich jedoch eine Tastatur mit Zusatz-Akku anschließen. In der günstigsten Version kostet das VivoTab rund 600 Euro, im Paket mit der Docking-Station 730 Euro. Auf diese Doppellösung sind auch andere Hersteller gekommen. Quelle: PR
Drehen, klappen, fertig: Das XPS 12 von Dell wird mit wenigen Handgriffen vom Ultrabook zum Tablet-Computer. Da es sich um ein vollwertiges Notebook handelt, ist nicht das abgespeckte Windows 8 RT an Bord, sondern die volle Version. Das Tablet-Notebook soll in Deutschland ab 1000 Euro kosten. Quelle: PR
Ein Konvertit ist der Ativ Smart PC von Samsung: Der Tablet-Computer lässt sich mit Fingergesten oder einem Stylus bedienen, wird aber mit einer Anstecktastatur zum Laptop. Der koreanische Konzern vermarktet eine ganze Reihe von Geräten unter dem Namen Ativ, darunter ein Smartphone mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 8. Quelle: dpa
Ein klassisches Tablet ist das Elitepad 900 von Hewlett-Packard. Mit einen 10,1 Zoll großen Bildschirm ähnelt seine Größe dem iPad. Wer komfortabel damit arbeiten will, kann ihn mit sogenannten Smart Jackets erweitern, etwa um eine Tastatur oder einen Ständer mit diversen Schnittstellen und einem Zusatzakku. Zudem gibt es eine Docking-Station, die das Tablet zum zweiten Bildschirm eines PCs macht. Das Elitepad 900 kommt im Januar 2013 in den USA auf den Markt. Zum Preis hat sich HP noch nicht geäußert. Quelle: PR

Mit der Trennung hakt NSN einen Posten auf seiner Ausstiegsliste ab. Das finnisch-deutsche Unternehmen will sich künftig auf Breitband-Mobilfunktechnik verlegen und verkauft derzeit alle Randbereiche. Teil der mittlerweile dritten Sanierungsrunde ist auch ein massiver Stellenabbau, den NSN bereits weitgehend eingefädelt hat. Vorstandschef Rajeev Suri streicht gut 20.000 der weltweit 74.000 Stellen, davon 3000 in Deutschland. Außerdem werden Standorte geschlossen. Mit den Einschnitten will sich der krisengeschüttelte Telefonnetzausrüster nach einer langen Verlustperiode dauerhaft in den schwarze Zahlen halten.

Diese Unternehmen wachsen am schnellsten
Die Unternehmensberatung Deloitte zeichnet regelmäßig die 50 am schnellsten wachsenden Technologie-Unternehmen aus. Die Prämierten feierten diese Woche in Berlin – eine Auswahl der Firmen stellen wir auf den folgenden Seiten kurz vor. Berücksichtigt werden in der ersten Kategorie Unternehmen, die mindestens fünf Jahre auf dem Markt existieren. Dennoch: Da kleine Firmen tendenziell schneller wachsen können als große, gibt es auch in dieser Liste viele unbekannte Namen. Quelle: Presse
Kategorie Technology Fast 50David Zimmer, Gründer der inexio Informationstechnologie und Telekommunikation KGaA, hat schon im September für Schlagzeilen gesorgt als er zum Entrepreneur des Jahres in der Kategorie Start-up von Ernst&Young gekürt wurde. Die Firma, versorgt entlegene Dörfer mit schnellen Internetanschlüssen und hatte es In den Jahren 2009 und 2010 hatte in die Kategorie „Rising Star“ geschafft. Dieses Jahr stieg inexio in die Kategorie der „erwachsenen“ Technologieunternehmen ein und erreichte den ersten Platz. Der Umsatz kletterte in den vergangenen fünf Geschäftsjahren um sagenhafte 6.215,77 Prozent. Inexio hat seinen Sitz in Saarlouis und beschäftigt rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Quelle: dpa
Kategorie Technology Fast 50Die BIG Medienversorgung hat sich darauf spezialisiert, ältere Wohnungen mit schnellen Datenverbindungen auszurüsten. So hat das Unternehmen etwa 2360 Wohnungen in Rhein-Erft-Kreis mit Glasfaser-Satelitten-Technik ausgestattet. Als eine Alternative zum klassischen Kabelnetzbetreiber erzielte BIG in den letzten fünf Jahren eine Umsatzwachstumsrate von 2.623 Prozent und kam damit auf zweiter Platz der Fast 50. Quelle: dpa
Kategorie Technology Fast 50Die Dresdner ventury GmbH plant und baut Biogasanlagen. Das Fünf-Jahres-Wachstum: 1720 Prozent. Derzeit treibt die Firma neue Entwicklungen in der Biogas-Technik im Bündnis „Chemnitz FutureGas“ mit Partnerfirmen und Forschungseinrichtungen aus der Region voran. Das Vorhaben wird aus dem Haushalt des Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Quelle: Presse
Kategorie Technology Fast 50Das Unternehmen Flagbit hat es auf den vierten Platz der kontinuierlich wachsenden Firmen geschafft. Das Bild zeigt eine Internetpräsenz, die der Webentwickler programmiert hat. Die 5-Jahres-Wachstumsrate von Flagbit beträgt stolze 1590 Prozent. Die Internetagentur sitzt in Karlsruhe. Quelle: Screenshot
Kategorie Rising StarsDer Gewinner des Rising Stars Awards bietet branchenübergreifende Engineering-Services an. Die Technagon GmbH konzipiert, entwickelt und produziert mechatronische und elektromechanische Baugruppen, Geräte und Systemlösungen nach sogenannten „private label design and manufacturing“. Das Unternehmen mit Sitz im bayerischen Wald unterstützt mit einem Stipendienprogramm Studierende der Studiengänge Elektrotechnik, Maschinenbau und Mechatronik. Quelle: dapd
Saskia Biskup hat im Jahr 2009 zusammen mit Dirk Biskup die CeGaT GmbH gegründet, einen Anbieter mittelständischer Dienstleister im Bereich Biotechnologie. Mit der Entwicklung sogenannter Diagnostik-Panels in ihrem Tübinger Labor ist es möglich, sämtliche für eine Krankheit in Betracht kommende Gene gleichzeitig zu entschlüsseln und auf bestimmte Krankheitsbilder hin zu untersuchen. Das Unternehmen hat im Jahr 2011 schon den Deutschen Gründerpreis gewonnen. CeGaT versorgt Ärzte, Kliniken und Forschungseinrichtungen. Bereits im ersten Geschäftsjahr wurde ein Umsatz von knapp einer Millionen Euro erreicht. Quelle: Presse

NSN leidet seit Jahren unter der harten Konkurrenz aus Asien, vor allem unter den niedrigen Preisen von Huawei und ZTE. Die Zukunft der Gemeinschaftsfirma ist offen, im Frühjahr läuft der Joint-Venture-Vertrag zwischen Siemens und Nokia aus. In der Vergangenheit waren Versuche, NSN-Anteile an Dritte zu verkaufen, erfolglos geblieben. Experten rechnen damit, dass die beiden Großkonzerne zunächst gemeinsam bei der Tochter weitermachen, bis sich deren wirtschaftliche Lage gebessert hat.

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