Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen DFB droht möglicherweise auch Steuer-Ärger

Exklusiv

Auf den Deutschen Fußball-Bund (DFB) könnte wegen der ungeklärten Zahlung über 6,7 Millionen Euro an den Weltverband FIFA auch Ärger mit den Finanzbehörden zukommen.

DFB-Logo Quelle: dpa

Wie ein DFB-Mitarbeiter der WirtschaftsWoche sagte, besteht intern die Sorge, dass die Angaben gegenüber dem Finanzamt falsch gewesen sein könnten, weil die Zahlung an die FIFA vermutlich nicht für den angegebenen Zweck – das FIFA-Kulturprogramm bei der Weltmeisterschaft 2006 – verwendet wurde. Die Unregelmäßigkeiten um die Überweisung der 6,7 Millionen Euro im Jahr 2005 hat der DFB bereits eingeräumt und eine Untersuchung eingeleitet.  Fraglich sei laut dem Mitarbeiter, ob die Summe als Betriebsausgabe angesehen werden kann und bei der Steuer abgesetzt werden darf.

Die Fakten zum FIFA-Skandal

Der Verband wollte sich auf Nachfrage nicht äußern. So lange es keinen neuen Sachstand gebe, gebe der DFB „keine weiteren Statements“ ab. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatte am Montag mitgeteilt, die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen Untreue, Korruption oder Betrug zu prüfen. Sprecherin Nadja Niesen bestätigte nun auf Anfrage, dass sich die Staatsanwaltschaft auch mit Steuerfragen befasst. „Das haben wir auch im Auge“, sagte Niesen der WirtschaftsWoche, „Steuerhinterziehung prüfen wir ebenfalls.“ Es handele sich aber weiter um reine Vorprüfungen, ein Ermittlungsverfahren sei bislang nicht eingeleitet. Ein Sprecher der Oberfinanzdirektion Frankfurt wollte sich auf Anfrage wegen des Steuergeheimnisses nicht äußern.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%