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Stiftung Warentest testet Check24, Expedia, Opodo & Co Kein Preisvergleichsportal schneidet gut ab

Flüge online buchen ist oft eine Tortur. Das bestätigt ein Test der Stiftung Warentest. Kein Flugbuchungsportal mit Preisvergleich hat die Tester überzeugt. Direkt bei den Fluggesellschaften zu buchen sei ratsamer.

Ein Flugzeug startet am Flughafen in Düsseldorf vor der untergehenden Sonne. So schön das Fliegen ist, so anstrengend ist oftmals das Buchen. Quelle: dpa

Flüge im Internet zu buchen ist kein Spaß. Auch nicht, wenn man auf die gängigen Preisvergleichsportale zurückgreift. Bei vielen ploppen Angebote für Zusatzleistungen und Reiseversicherungen auf, die der Kunde nicht wünscht. Und wenn er langwierig alle persönlichen Daten eingetippt hat, schießt der Preis mitunter noch einmal in die Höhe - wegen Servicegebühren.

Das ist keineswegs selten, wie ein Test der Stiftung Warentest zeigt. Die Verbraucherschützer haben zehn Buchungsportale für Flüge mit Preisvergleichsfunktion und fünf Buchungsportale von Fluggesellschaften geprüft. Bei jedem Portal suchten, buchten und stornierten die Experten drei Flüge.

Das Ergebnis: Die Tester bemängeln bei fast allen Portalen eine beschwerliche und intransparente Nutzerführung. Keines der getesteten Buchungsportale mit Preisvergleichsfunktion erhielt die Noten „Sehr gut“ oder „Gut“. Drei Portale erhielten die Note „Befriedigend“, sieben die Note „Ausreichend“.

Die Flugbuchungsportale im Überblick

Direkt bei den Airlines zu buchen funktioniert laut den Warentestern deutlich besser. Es sei „einfacher, transparenter und oft billiger als beim Vergleichsportal“. Von den getesteten Portalen der Fluggesellschaften erhielten jeweils zwei die Note „Gut“ und zwei die Note „Befriedigend“. Einzig und allein Easyjet bewerteten die Tester mit „Ausreichend“. Die Airline informiere bei der Buchung kaum über Stornierungsbedingungen und gewähre den Kunden kein deutsches Vertragsrecht.

Mit der Geheimniskrämerei um die Stornierungsbedingungen ist Easyjet laut Stiftung Warentest nicht allein. Die Vergleichsportale hüllten sich ebenfalls in den meisten Fällen in Schweigen und fielen auch sonst nicht durch Kundenfreundlichkeit auf. So ließen sich die Flüge bei einigen Portalen nur telefonisch stornieren, E-Mails wurden nicht beantwortet. Und die Stornogebühren überstiegen sogar in einigen Fällen den Rückerstattungsbetrag.

Die Portale der Fluggesellschaften im Überblick

Da Online-Portale, die Flüge verkaufen, keine Provision von den Airlines erhalten, versuchen sie über Versicherungen, Zusatzleistungen und allerlei Gebühren Geld zu verdienen. So bemängelt Stiftung Warentest unter anderem, dass keines der geprüften Flugportale im Rahmen der Testbuchungen gemäß der Vorschrift des Bürgerlichen Gesetzbuches eine „gängige und zumutbare unentgeltliche Zahlungsmöglichkeit“ anbietet. Die Kunden könnten mit „exotischen Kreditkarten“ oder Sofortüberweisung gebührenfrei zahlen – nicht aber mit gängigen Kreditkarten oder Paypal, das koste extra.

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