Streit eskaliert Amazon streicht Warner-Videos

Amazon hat Angst, an Bedeutung zu verlieren. Deshalb weigert sich das Unternehmen, bestimmte Produkte anzubieten. Jetzt trifft es den Filmvertrieb Warner Video.

Amazon im Kampf mit der Konkurrenz: Jetzt boykottiert das Unternehmen auch noch die Produkte des Filmvertriebs Warner Video. Quelle: dpa

Normalerweise bietet Amazon alles an. Das Konzept des Unternehmens basierte vor ein paar Monaten noch darauf, den Kunden zufrieden zu stellen - um jeden Preis. Alle Produkte hat Amazon in das Warensortiment aufgenommen. Hauptsache, die Kunden bestellen nicht bei der Konkurrenz.

Doch genau das wird aber wohl in Zukunft passieren, wenn Amazon so weiter macht. Der Blockbuster "The Lego Movie", der bereits 400 Millionen US-Dollar eingespielt hat, kann beispielsweise nicht mehr in den Warenkorb gelegt werden. Die Vorbestellfunktion ist abgeschaltet, aus Boykott. Doch bei dem Lego-Film bleibt es nicht: Sämtliche Waren von Warner Video sollen auch in Zukunft nicht mehr erhältlich sein.

Nach einem Streit mit dem französischen Verlag Hachette und dem schwedischen Konzern Bonnier ist damit nun erstmals ein Filmvertrieb an der Reihe. Der weltgrößte Onlinehändler könnte sich somit aber selbst schaden. Amazon-Kunden, die den im Hachette Verlag erschienen neuen Roman der Harry-Potter-Erfinderin J.K. Rowling erwerben möchten, werden ihn schon irgendwo herbekommen.

Laut Digital Bits, einer amerikanischen Filmseite, will Amazon seine Marktmacht als Druckmittel einsetzen, um neue Verträge auszuhandeln.

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