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Streit um duale Mülltrennung Was passiert mit dem Grünen Punkt?

Vor mehr als 20 Jahren wurde der Grüne Punkt eingeführt - nun wächst die Kritik am dualen System der Mülltrennung. Der Verband kommunaler Unternehmen bezeichnet das System als gescheitert

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270.000 Tonnen Plastikmüll treiben auf den Weltmeeren
Fast 270.000 Tonnen Plastikmüll treiben einer neuen Studie zufolge auf den Ozeanen der Erde. Das sei so viel Abfall, wie nicht einmal in 38 500 Müllwagen passen würde, schätzt eine am Mittwoch in dem Fachjournal „Plos One“ veröffentlichte Studie. Es handele sich dabei um mehr als fünf Billionen Einzelteile, heißt es in der Untersuchung. Um zu den Zahlen zu kommen, hatten Forscher zu See mit einem Maschennetz kleine Abfallteilchen gesammelt. Beobachter auf Booten zählten größere Gegenstände auf dem Wasser. Mit Computermodellen wurde für nicht untersuchte Gebiete hochgerechnet, wie viel Müll auch dort schwimmt. Die Studie bezieht sich lediglich auf Plastikabfall an der Wasseroberfläche. Wieviel Material auf dem Meeresboden liegt, erforschten die Wissenschaftler nicht. Foto: NOAA/PIFSC Quelle: Presse
Im Meer vor Griechenland treiben Plastiksäcke. Das Bild stammt aus dem Jahr 2008. Foto: Gavin Parson/Marine Photobank Quelle: Presse
Plastikmüll als Habitat für Meeresbewohner im Pazifik. Foto: Lindsey Hoshaw Quelle: Presse
Angeschwemmter Plastikmüll vor der Küste von Tromsø in Norwegen. Foto: Bo Eide Quelle: Presse
Angeschwemmter Plastikmüll vor der Küste von Kanapou in den USA. Foto: NOAA/Marine Debris Program Quelle: Presse
Vor der Küste von Hawaii sind etliche Netze angeschwemmt worden. Foto: Chris Pincetich/Marine Photobank Quelle: Presse
Kein seltener Bild: Eine Robbe hat sich in einem Treibnetz verfangen, USA, 2009. Foto: Kanna Jones/Marine Photobank Quelle: Presse

Die Kommunen wollen die Entsorgung von Verpackungen (Grüner Punkt) wieder selbst organisieren. Das duale System sei gescheitert, sagte der Vize-Präsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Patrick Hasenkamp, am Donnerstag in Berlin. Eine vom VKU in Auftrag gegebene Studie habe ergeben, dass nur 20 Prozent des Mülls aus der gelben Tonne wiederverwertet würden. Außerdem trennten die Bürger ihre Abfälle immer seltener.

Seit 1991 sammeln, sortieren und verwerten private Entsorger in Deutschland Verpackungsabfälle. Sie werden von Firmen wie dem Dualen System Deutschland (Grüner Punkt) beauftragt - Hersteller von Verpackungen müssen Gebühren für die Sammlung und Entsorgung entrichten. Weil immer häufiger von Herstellern nicht bezahlte Verpackungsabfälle in der gelben Tonne oder dem gelben Sack landen, arbeitet die Bundesregierung an einer Reform.

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Das duale System sollte die Kommunen entlasten - aber die Verpackungsabfälle gelten in Zeiten zunehmenden Revcyclings auch als lukrativ. Seit Jahren streiten Kommunen und private Entsorger um Zugriffsrechte. Hasenkamp argumentierte, Kommunen könnten im Gegensatz zu Unternehmen auf den Ort zugeschnittene Verwertungssysteme anbieten. „Es gibt auf der örtlichen Ebene das Bedürfnis, dass die Menschen mitentscheiden.“ Außerdem seien dann die Kosten transparenter, da sie über die Müllgebühren erhoben würden.

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