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Tarifverhandlungen Zweiter Streik-Tag bei Amazon

Seit Freitag streiken die Mitarbeiter des Online-Versandhändler Amazon wieder. Verdi hatte zu dem zweitägigen Streik aufgerufen. Die Mitarbeiter fordern unter anderem tariflich geregelte Pausenzeiten.

Diese Unternehmen sind in Gefahr
Bedrohte C&A-Filiale Quelle: REUTERS
Logo und Schriftzug von Quick Schuh Quelle: PR
Reno-Filiale Quelle: Gemeinfrei
Bedrohte Runners Point Filiale Quelle: AP
Bedrohte P&C Filiale Quelle: dpa
Bedrohte Saturn Filiale Quelle: REUTERS
Bedrohte NKD Filiale Quelle: PR

Am zweiten Tag in Folge haben am Samstag Mitarbeiter des Online-Versandhändlers Amazon in Leipzig die Arbeit niedergelegt. Rund 100 Beschäftigte versammelten sich am Morgen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi vor dem Werkstor. Sie forderten unter anderem tariflich geregelte Pausenzeiten, die nicht durch lange Wege und Sicherheitskontrollen verkürzt werden.

Die Gewerkschaft will Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen, die sich an den Bedingungen des Einzelhandels orientieren. Amazon lehnt das ab und sieht sich als Logistiker, dessen Bezahlung schon am oberen Ende des branchenüblichen Niveaus liege. Bereits am Freitag hatten sich jeweils 300 Amazon-Beschäftigte an den Standorten Leipzig und Bad Hersfeld (Hessen) an dem Streik beteiligt.

Die wertvollsten Marken der Welt (Stand: Mai 2014)

"Die Weigerung von Amazon, über einen Tarifvertrag zu sprechen, zeugt von mangelndem Respekt und fehlender Wertschätzung gegenüber der Leistung der Beschäftigten", kritisierte Verdi-Bundesvorstand Stefanie Nutzenberger. Die Gewerkschaft stellt sich auf einen langen Konflikt ein. Der Streit dauert bereits seit Ostern 2013 an. Verdi fordert von dem US-Unternehmen höhere Löhne und tarifliche Regelungen, wie sie im Einzel- und Versandhandel üblich sind. Amazon nimmt indes die Logistikbranche als Maßstab, in der weniger gezahlt wird. Bislang verweigerte der Konzern laut Gewerkschaft jedes Gespräch. Verdi sei klar, dass für das Thema Tarifvertrag ein langer Atem nötig sei, sagte Streikleiterin Middeke zu Reuters. Vorrangig sei es nun, für dieses Jahr eine ordentliche Lohnerhöhung und Urlaubsgeld für die Mitarbeiter auszuhandeln. Bislang gebe es dazu noch kein Angebot der Geschäftsleitung.

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Die Kunden bekommen die Streiks laut Amazon nicht zu spüren. "Bisher folgten nur wenige hundert Mitarbeiter dem Aufruf zum Streik. Die große Mehrheit der Mitarbeiter arbeitet regulär, um Kundenerwartungen zu erfüllen", sagte eine Konzernsprecherin am Freitag. Es gebe keine Auswirkungen auf den Versand. Gesprächsbereitschaft signalisierte die Sprecherin weiterhin nicht. Amazon zahle seinen Mitarbeitern Löhne, die sich am oberen Ende dessen orientierten, was in der Logistikbranche üblich sei.

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