Technisches Hilfswerk Hochwasser ist die "größte Katastrophe"

Laut dem Technischen Hilfswerk THW hat das Hochwasser in Süd- und Ostdeutschland deutlich schlimmere Auswirkungen als noch 2002. Trotzdem steht dem THW weniger Personal zur Verfügung als noch vor elf Jahren.

Kampf gegen das Hochwasser noch nicht gewonnen

Das Technische Hilfswerk (THW) hält die Lage in den überschwemmten Gebieten inzwischen für dramatischer als die Flut von 2002. „Gefühlt ist es die größte Katastrophe, mit der wir in den vergangenen Jahren inklusive 2002 zu kämpfen hatten“, sagte THW-Sprecher Nicolas Hefner der WirtschaftsWoche. Zwar fehlten noch objektive Kriterien wie Schadensmeldungen, aber das Ausmaß der dramatischen Pegelstände in den betroffenen Gebieten von Bayern bis Mecklenburg-Vorpommern sei größer als die Flut von 2002.

Bis zu 50.000 freiwillige Helfer stapeln Sandsäcke um das Hochwasser der Elbe abzuwehren. Quelle: dpa

Derzeit sind rund 6000 THW-Kräfte im Einsatz, zum Beispiel in der überfluteten Stadt Magdeburg. Damit liegt die Zahl zwar deutlich niedriger als vor elf Jahren, als an einem einzigen Tag einmal 24.000 Helfer im Einsatz waren. Allerdings würden die Einsatzkräfte heute deutlich effektiver eingesetzt. „Unsere Leute werden vor allem für unsere Kernkompetenzen angefordert“, sagt Hefner. Dazu zähle weniger das Füllen von Sandsäcken, sondern die Expertise in den Bereichen Pumpen, Evakuierung, Infrastruktur und Führungsunterstützung.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

Derzeit kann das THW Einsatzkräfte aus einem Pool von rund 40.000 bis 50.000 Ehrenamtlichen rekrutieren. Sie müssen vom Arbeitgeber für Kriseneinsätze freigestellt werden. Im Schnitt sind die THWler 33 Jahre alt. Dennoch kämpft das THW auch mit Nachwuchsproblemen. Zu Zeiten der Wehrpflicht kamen in einigen Jahren rund 4000 Neuzugänge zum THW, weil viele von ihnen so den Wehrdienst umgehen konnten. In den Jahren 2011 und 2012 waren es 2300 beziehungsweise knapp 2500 Neuzugänge.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%