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Teure Talkrunden Günther Jauch kostet 4600 Euro – pro Minute

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KEF sieht Sparpotential beim Personal

So viel verdienen die TV-Chefs
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Dagmar reim Quelle: dpa/dpaweb
Peter Boudgoust Quelle: PR

Spannend ist auch ein Blick auf die Kosten der Talkshows bei ARD und ZDF. In der aktuellen Studie wurden die fünf Formate „Günther Jauch“, „Anne Will“, „Hart aber fair“, „Beckmann“, „Maischberger“ von der ARD, sowie „Maybrit Illner“ und „Markus Lanz“ vom ZDF verglichen. Am geringsten waren dabei der Kommission zufolge die Gesamtkosten (zusammengesetzt aus den Posten "direkte Fremdkosten", z.B. Honorare, "Kosten des eigenen Produktionsbetriebs" und "Redaktionskosten", z.B. Personal- und Gebäudekosten) je Folge der Talksendung von Markus Lanz: Hier kam die Sendeminute auf 1200 Euro.

Sandra Maischberger liegt mit rund 1400 Euro auf dem sechsten, Maybritt Illner mit rund 1800 Euro auf dem fünften Platz. Nah beieinander liegen Reinhold Beckmann (rund 2300 Euro) und Anne Will (rund 2400 Euro). Das zweitteuerste Talk-Format ist "Hart, aber Fair" mit Frank Plasberg: Es schlägt mit 2800 Euro pro Sendeminute zu Buche. An der Spitze steht die Talkshow von Jauch mit rund 4600 Euro pro Minute. 39 Jauch-Sendungen brachten damit Kosten von 11,1 Euro mit sich.

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"Günther Jauch" ist damit zweieinhalbmal so teuer wie das Format "Maybrit Illner". In dem Bericht heißt es dazu: „Die Kommission sieht die ARD-Anstalten gefordert, den erheblichen Unterschieden der Kosten der Formate nachzugehen.“

Die ARD hat mit Blick auf die Minutenkosten von „Günther Jauch“ in einer Reaktion auf eine „erhebliche publizistische Relevanz“ der Sendung verwiesen. Daher werde sie "bewusst möglichst attraktiv gestaltet". So habe etwa die Location "gesondert hergerichtet werden müssen". Das ZDF gab keine Stellungnahme zu seinen Talksendungen ab.

Die KEF sieht Sparpotenzial. Das ZDF solle ein Konzept zur Personalplanung vorlegen, das bis 2020 reicht. Die ARD rief sie auf, dass „insbesondere die vier großen Anstalten“ einen angemessenen Beitrag zu Personaleinsparungen leisten sollten. Auch bei den Fernseh-Produktionskosten gebe es Einsparpotenziale.

Die KEF ist die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten. Sie legt fest, wie viel Geld die Öffentlich-Rechtlichen brauchen und macht der Politik Vorschläge. Der aktuelle 19. KEF-Bericht, der Zahlen von 2011 und 2012 untersuchte, kann >>hier im PDF-Format heruntergeladen werden.

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