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Top 25 der Wirtschaftsprüfer Steuer- und Managementberatung bringt sattes Plus

Die führenden Wirtschaftsprüfer blicken gutgelaunt in die Zukunft: Vor allem die große Nachfrage bei Steuer- und Managementberatung beschert den „Big Four“ Wachstumsraten von sechs Prozent.

Die größten deutschen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
Platz 6: Rödl & PartnerIn Deutschland machten die Nürnberger im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von knapp 154 Millionen Euro. Ein Drittel davon erwirtschaftete die Gesellschaft mit Wirtschaftsprüfungen.* Weltweit setzten Rödl & Partner 281,3 Millionen Euro um - und damit rund 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Gewinn macht das Unternehmen keine Angaben. 3.500 Menschen sind bei Rödl & Partner beschäftigt. * Rest der Umsätze: Steuer-, Rechts- und Unternehmensberatung Quelle: Presse
Platz 5: BDODas Hamburger Unternehmen setzte 2012 in Deutschland fast 192 Millionen Euro um und liegt damit leicht über Vorjahresniveau. BDO beschäftigt 1600 Mitarbeiter. Quelle: Screenshot
Platz 4: DeloitteMit einem Umsatz von 657 Millionen Euro im Jahr 2012 hat sich Deloitte gegenüber dem Vorjahr um fast 6 Prozent gesteigert. 37 Prozent des Umsatzes macht das Geschäft mit Wirtschaftsprüfungen aus. Im Geschäftsjahr 2011/2012 fuhr Deloitte einen Gewinn von 13,9 Millionen Euro ein (Vorjahr: 12,5). Für das Düsseldorfer Unternehmen arbeiten mehr als 4.800 Menschen.
Platz 3: Ernst & YoungMit einem Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro schaffen es Ernst & Young auf den dritten Platz im Ranking. Gut 40 Prozent des Umsatzes wurden im vergangenen Jahr mit Wirtschaftsprüfung erwirtschaftet. Die GmbH beschäftigt in Deutschland mehr als 7.200 Mitarbeiter. Quelle: dapd
Platz 2: KPMG Die Gesellschaft setzte 2012 mehr als 1,3 Milliarden Euro um. Das sind fast 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 46 Prozent erwirtschaftete KPMG mit Wirtschaftsprüfungen. Zum Gewinn macht das Unternehmen keine Angaben. Aktuell beschäftigt KPMG gut 8.600 Mitarbeiter. Zu den Kunden gehören unter anderem die Deutsche Bank. Quelle: AP
Platz 1: PricewaterhouseCoopersPwC setzte 2012 rund 1,5 Milliarden Euro um und ist damit die größte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Deutschland. Knapp die Hälfte der Umsatzes kamen durch Wirtschaftsprüfungen zustande. PwC konnte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um gut vier Prozent steigern. Derzeit beschäftigt das Unternehmen in Deutschland 9.300 Mitarbeiter. Quelle: dpa

Die 25 führenden Wirtschaftsprüfer in Deutschland haben in 2012 einen Umsatz von 5,8 Milliarden Euro erzielt. Das zeigt die aktuelle Lünendonk-Liste und -Studie 2013 „Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland“. „Die Services der WP-Gesellschaften wurden in 2012 verstärkt nachgefragt“, sagte Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk, „vor allem die Steuerberatung und Managementberatung nahmen zu, die Abschluss­prüfung und wirtschaftsprüfungsnahe Beratung zeigten sich stabil.“

Erstmals seit 2008 liegt das Wachstum der vier umsatzstärksten Wirtschaftsprüfungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC), KPMG, Ernst & Young sowie Deloitte wieder über dem der Top 25. Sie steigerten ihre Umsätze im zurückliegenden Geschäftsjahr 2012 um durchschnittlich 6,3 Prozent (Top 25: 5,6%). Während die sogenannten Big Four in 2009 und 2010 noch Umsatzeinbußen hinnehmen mussten (2010: -7,7%; 2009: -3,9%), betrug im Jahr 2011 das durchschnittliche Wachstum 5,2 Prozent.

PwC liegt mit mehr als 1,5 Milliarden Euro Umsatz auf Position eins (+4,3% im Vergleich zu 2011), gefolgt von KPMG mit 1,3 Milliarden Euro (+8,7%). In den KPMG-Umsätzen kommen sowohl die Rechtsberatungs-Aktivitäten als auch die Übernahme des Consulting-Unternehmens BrainNet zum Tragen. Ernst & Young mit 1,16 Milliarden Euro (+6,4%) sowie Deloitte mit 657,8 Millionen Euro (+5,8%) folgen auf den Plätzen drei und vier.

„Interessant ist der starke Ausbau der Advisory und Consulting Services in den zurückliegenden Jahren“, sagte Hossenfelder. PwC verstärkte sich unter anderem mit PRTM und Kampus, KPMG mit BrainNet, Dr. Geke & Associates sowie TellSell Consulting, Ernst & Young mit J&M. „Und auch die WP-Gesellschaft Deloitte, die sich im Gegensatz zu den anderen Big Four zu Beginn dieses Jahrtausends nicht von ihrer Consulting-Sparte trennte, verstärkt die ohnehin starke Beratungsexpertise unter anderem durch den Erwerb der Monitor Group. Neben den Big Four bauen auch andere Prüfungs- und Beratungshäuser die Beratungstätigkeiten aus“, so Hossenfelder weiter.

Für das laufende Geschäftsjahr prognostizieren die Top 25 ein durchschnittliches Wachstum von 4,5 Prozent. Optimistischer zeigen sich die Big Four: Sie erwarten ein Wachstum von durchschnittlich sechs Prozent. Als Umsatztreiber gelten weiterhin internationale Steuer- und Compliance-Projekte sowie Rechts- und Managementberatung.

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Die jährlich erscheinende Lünendonk-Liste ist ein Ranking der 25 nach Inlandsumsatz führenden Wirtschaftsprüfer-Gesellschaften in Deutschland. Das sind die Aufnahmekriterien: Mehr als 60 Prozent des Umsatzes resultieren aus Wirtschafts­prüfung, Steuerberatung (ohne Steuerdeklaration und Buchhaltung), Corporate Finance und/oder Rechtsberatung. Davon müssen mindestens 15 Prozent auf Wirtschaftsprüfung entfallen (reine Abschlussprüfung, ohne wirtschaftsprüfungsnahe Beratung). Zudem werden nur selbstständig organisierte Wirtschaftsprüfer-Gesellschaften berücksichtigt.

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