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Tourismus Reisebranche rechnet nach Rekordjahr mit leichtem Wachstum

Zwar enttäuscht die Zwischenbilanz für das wichtige Sommergeschäft. Doch Türkei und andere Länder im östlichen Mittelmeer gewinnen Urlauber.

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Der östliche Teil des Mittelmeers wird immer beliebter. Quelle: dpa

Frankfurt Trotz eines verhaltenen Starts in das wichtige Sommergeschäft rechnet die deutsche Reisebranche dieses Jahr mit steigenden Umsätzen. „Aufgrund der prognostizierten weltweiten Konjunkturabschwächung erwarten wir ein anspruchsvolles Jahr, rechnen aber dennoch mit einer leichten Steigerung im unteren einstelligen Prozentbereich“, sagte der Präsident des Reiseverbandes DRV, Norbert Fiebig, am Mittwoch in Frankfurt.

Im vergangenen Jahr gaben die Bundesbürger den Angaben zufolge so viel für ihren Urlaub aus wie noch nie. „2018 war für die Reisewirtschaft ein überaus erfolgreiches Jahr“, bilanzierte Fiebig kurz vor Beginn der Reisemesse ITB in Berlin (6. März - 10. März).

Insgesamt 95,6 Milliarden Euro gaben Reiselustige den Angaben zufolge für Urlaubs- und Privattrips aus (plus 5 Prozent). Vorab gebucht wurden bei den Reiseprofis dabei Leistungen im Rekordwert von 67,9 Milliarden Euro. Veranstalterreisen verzeichneten ein Plus von 7 Prozent auf 36 Milliarden Euro. Der Umsatz der klassischen Reisebüros einschließlich Geschäftsreisen stieg ebenfalls um 7 Prozent auf rund 27 Milliarden Euro.

Der Start in die wichtige Sommersaison 2019 fiel allerdings verhalten aus. So lagen die Buchungsumsätze in klassischen Reisebüros und im Online-Vertrieb von November 2018 bis Ende Januar 2019 insgesamt um 2 Prozent unter dem starken Vorjahreszeitraum. „Noch läuft die Frühbucherphase mit ihren Angeboten und wir rechnen in den nächsten Wochen mit weiter anziehenden Buchungen“, sagte Fiebig. Die Daten beruhen auf Auswertungen der GfK-Konsumforscher.

Ein Comeback feiert den Angaben zufolge die Türkei. Das Land am Bosporus gewinne Marktanteile zurück, das es während der Krise an Länder wie Spanien und Griechenland verloren hatte. Auch andere Reiseländer im östlichen Mittelmeer, dazu zählen neben der Türkei und Griechenland auch Ägypten, Bulgarien, Tunesien und Kroatien, legen für die Sommersaison zu. Wichtigstes Auslandsreiseziel der Bundesbürger gemessen am Umsatz ist weiter Spanien.

Ihre Reisen buchen die Bundesbürger zunehmend online. Zwar lagen klassische Buchungswege etwa über Reisebüros, Call Center, direkt beim Veranstalter oder beim Hotel mit einem Umsatzanteil von 57 Prozent im vergangenen Jahr weiter vorn. Online-Buchungen gewinnen mit einem Anteil von 43 Prozent jedoch zunehmend an Bedeutung. Vor vier Jahren waren es noch 35 Prozent.

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