TUI Hamburg steigt noch größer bei Hapag-Lloyd ein

Der Reise- und Schifffahrtskonzern hat Anteile an der Reederei an die Stadt Hamburg und einen Logistikunternehmer abgetreten. Der TUI-Konzern selbst schreibt rote Zahlen.

Triebwerksprobleme und Ausfälle - die unsichersten Fluggesellschaften
Einmal im Jahr stellt die Statistikagentur für Flugsicherheit JACDAC für das Fachmagazin Aero International ein Sicherheitsranking der 60 größten Fluggesellschaften auf. Die Sicherheit berechnet sich nach der Anzahl der Ausfälle pro Flugkilometer, gewichtet um die Schwere des Unfalls und einen Landesfaktor. Da alle Unfälle der vergangenen 30 Jahre zeitlich gewichtet in die Statistik eingehen, schneiden viele Airlines wegen schwerer Unglücke in der Vergangenheit schlecht ab. Die gute Nachricht für alle Passagiere: 2012 war das sicherstes Jahr in der Geschichte der Verkehrsluftfahrt. Die schlechte Nachricht: Insbesondere die Triebwerke sorgten für einige Schrecksekunden. Handelsblatt Online zeigt, welche 20 Airlines im Ranking die hinteren Plätze belegen. Quelle: AP
Platz 20 - LAN (Chile)Durch die Fusion mit TAM steigen die Chilenen zur größten südamerikanischen Airline auf. Der letzte Absturz liegt allerdings schon 21 Jahre zurück. Bei der Sicherheit ist trotzdem noch Luft nach oben. Quelle: dpa
Platz 19 - Air FranceAuf dem Flug von Rio nach Paris stürzte am 1. Juni 2009 eine A330-200 der Franzosen in den Atlantik, 228 Menschen kamen ums Leben. Das schwerste Unglück in der Geschichte der Airline trübt die Sicherheitsbilanz bis heute ein.
Flugzeuge der Linie American Airlines Quelle: AP
Platz 17 - Air China (China)Ein Unfall aus dem Jahr 2002 bringt auch den Chinesen einen Platz in der unrühmlichen Liste der unsichersten Airlines ein. Während eines Inlandsflugs zerschellte eine Boeing 767 an einem Hügel.
Platz 16 - US Airways (USA)Vielen Europäern ist die Airline noch durch die spektakuläre Notlandung im Hudson River ein Begriff. Die Unglückhistorie der Fluggesellschaft ist noch länger. Bei neun Abstürzen in den vergangenen dreißig Jahren kamen 220 Menschen ums Leben. Quelle: dapd
Platz 16 - Alaska Airlines (USA)Im September 2011 wurde Alaska Airlines zu einer Geldstrafe von 590.000 US-Dollar verurteilt, nachdem es bei der Wartung einer Boeing 737 zu Regelverletzungen kam - und Jahre später ein Feuer ausbrach. Die letzte große Katastrophe liegt mittlerweile zwölf Jahre zurück: Im Jahr 2000 stürzte eine Maschine in den Pazifik. Quelle: AP

Dem lange betriebenen Ausstieg bei Deutschlands größter Reederei Hapag-Lloyd ist der Reise- und Schifffahrtskonzern TUI am Dienstagabend ein großes Stück näher gekommen.

TUI veräußert für 475 Millionen Euro 17,4 Prozent der Hapag-Lloyd-Anteile an ein Konsortium um den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne und die Stadt Hamburg. Der Aufsichtsrat des Reisekonzerns aus Hannover hatte zuvor grünes Licht für die Transaktion gegeben, mit der die Hansestadt zum größten Eigner der Containerreederei wird.

Hapag-Lloyd hat im vergangenen Jahr wegen des Preisverfalls im Frachtgeschäft einen deutlichen Ergebnisrückgang verzeichnet. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) betrug nach vorläufigen Zahlen rund 101 Millionen Euro, nach 550 Millionen Euro im Vorjahr.

Der lang angekündigte Ausstieg TUIs aus der Schifffahrt nehme Formen an, sagte ein Händler. Der Tui-Anteil soll bis zur Jahresmitte von etwas mehr als 38 auf 22 Prozent schrumpfen.

TUI schreibt im Winter rote Zahlen

Neue rote Zahlen kennzeichnen aber die ersten Quartalszahlen des Reise- und Schifffahrtskonzerns. Grund dafür soll die schwächere Entwicklung der Tourismustochter TUI Travel sein.

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Der Fehlbetrag in den drei Monaten bis Ende Dezember liege bei 137 Millionen Euro nach 94 Millionen Euro Verlust im Vorjahreszeitraum, teilte TUI mit.

Dabei müssen die TUI-davon ein Minus von 88 Millionen Euro mittragen. Das ist zumindest weniger als die von Analysten erwarteten 123 bis 167 Millionen Euro.

Das Minus ist generell nicht ungewöhnlich: Im Winter schreiben Tourismusunternehmen üblicherweise rote Zahlen. Insgesamt stieg der Umsatz um rund fünf Prozent auf 3,5 Milliarden Euro und für das Gesamtjahr rechnet TUI 2012 weiterhin mit einem moderaten Zuwachs bei Umsatz und operativem Ergebnis.

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