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TV Now RTL rechnet mit zwei Millionen Streaming-Abos bis Herbst

Exklusiv
Quelle: imago images

Im Wettlauf der Medienkonzerne um Abonnenten für ihre Streamingdienste kommt der Kölner Privatsender RTL mit seinem Angebot TV Now deutlich schneller voran als erwartet. RTL zeigt sich zufrieden – und kooperationsbereit

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Im Interview mit der WirtschaftsWoche sagte Bernd Reichart, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Mediengruppe RTL Deutschland: „Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Wachstum in den ersten drei Monaten 2021 vervierfacht. Bis zum Herbst wollen wir die Zwei-Millionen-Marke überspringen.“ Ende vergangenen Jahres hatte TV Now den Angaben zufolge 1,3 Millionen zahlende Abonnenten.

Reichart bestätigte gegenüber der WirtschaftsWoche erstmals, dass RTL an einer Bündelung verschiedener Medienangebote des Mutterkonzerns Bertelsmann arbeitet: „Es könnte im Interesse der Nutzer sein, einzelne Mediengattungen enger zu verzahnen, daran arbeiten jeweils auch Amazon und Apple gerade“, sagte Reichart. Es stelle sich die Frage, „warum wir etwa Video und Audio separat voneinander streamen, wenn wir beides im Unternehmen haben.“ Video habe die Kraft, das Zusammenwachsen verschiedener Mediengattungen voranzutreiben, sagte Reichart, „das schauen wir uns derzeit an.“

Zur möglichen Fusion mit dem Hamburger Verlagshaus Gruner +Jahr, das wie RTL zu Bertelsmann gehört, sagte Reichart der WirtschaftsWoche: „Wir kooperieren schon längst bei Themen wie Vermarktung, Technologie und Daten sowie immer öfter auch bei redaktionellen Projekten.“ Es liege nahe, „zu analysieren, ob die bisherigen Kooperationen das optimale Modell sind oder ob wir noch enger zusammenrücken, um Kräfte zu bündeln.“ Dies sei „ein intensiver Prozess, den wir in der zweiten Jahreshälfte abschließen wollen.“

Angesichts der zunehmenden internationalen Konkurrenz mit Streaminganbietern, aber auch Google und Facebook, liege es auf der Hand, „die Aktivitäten innerhalb des Konzerns möglichst sinnvoll zu organisieren, um gemeinsame Potenziale zu erschließen und mehr Wachstum zu ermöglichen“, sagte Reichart.

Mehr zum Thema: Das gesamte Interview mit Bernd Reichart können Sie hier bereits vorab lesen.

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