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Uber Neue Konzepte für Deutschland

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Experte: Gesetzesänderung wird schwer

Verkehrsexperte Stefan Bratzel sieht einen schweren Start für UberPool: „Uber hat wegen seiner Vergangenheit einen schlechten Stand in der deutschen Politik, neue Gesetze durchzubringen wird nicht leicht.“ Grundsätzlich sei Carpooling aber ein Schritt in die richtige Richtung. Das Personenbeförderungsgesetz sei ein Relikt aus vergangener Zeit und würde Innovation in Deutschland verhindern.

Innovation schaffen soll auch der neue Service UberEats. Damit bestellen Kunden ihre Gerichte bei örtlichen Restaurants, Auto- und Fahrradfahrer liefern sie dann aus. Eigentlich sollte der der Lieferdienst 2017 in Berlin starten. Geschehen ist das bisher aber noch nicht. „Früher oder später wird UberEats auch nach Deutschland kommen“, verspricht Azimi „ein genaues Datum gibt es aber noch nicht.“ Ende 2016 ist das Konzept erstmals im deutschsprachigen Raum, in Wien, gestartet.

Elektroautos für München

Eine andere Uber-App-Option wird aber definitiv beginnen. In Zukunft will das Unternehmen auf Umweltschutz setzen. So sollen Münchener Uber-Nutzer bald über das Angebot „Uber Green“ auch Fahrten in einem Elektroauto buchen können. 30 E-Autos werden ab November 2017 durch München fahren, erst einmal in einer dreimonatigen Testphase. „30 E-Autos sind im Verhältnis ausreichend, wenn die Kunden bereit sind, ein bisschen länger zu warten“, sagt Azimi. In London sollen bis 2025 sogar alle Uber-Fahrer auf vollelektrische Fahrzeuge wechseln.

Wenn es in London überhaupt mit Uber weitergeht: Das Unternehmen hat drei Wochen Zeit, Beschwerde gegen den Beschluss einzureichen. Uber hat schon angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Die Unterschriftenaktion lief zumindest äußert erfolgreich. Am Dienstag Nachmittag hatte die Petition schon mehr als 780.000 Unterstützer. Während des Berufungsverfahrens darf das Unternehmen weitermachen.

Aber das Unternehmen zeigt Reue und will sein Konzept überdenken: „Im Namen von allen bei Uber weltweit entschuldige ich mich für die Fehler, die wir gemacht haben“, schrieb der internationale CEO Dara Khosrowshahi in einem offenen Brief an die Londoner.

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