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Überraschender Wechsel Drei Top-Manger verlassen Hochtief

Nach nur eineinhalb Jahren im Amt gibt der Vorstandsvorsitzende Frank Stieler seinen Posten wieder ab. Auch Aufsichtsratschef Wennemer und Europa-Chef Rainer Eichholz scheiden aus ihrem Ämtern aus.

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Die größten Baukonzerne Europas
Bauarbeiter arbeiten auf einem Gerüst Quelle: AP
Bauarbeiter arbeiten auf einer Baustelle des Konzerns Strabag Quelle: dpa
Platz 8: COLAS SADer französische Konzern hat sich auf Straßen- und Schienenbau spezialisiert. Der Name des Konzerns, für den 73.600 Menschen arbeiten, setzt sich aus den englischen Wörtern "cold" und "asphalt" zusammen. Umsatz 2012: 13 Milliarden Euro Quelle: dpa
Baukräne unter grauem Himmel Quelle: AP
Ein Bauarbeiter erhitzt auf einer Baustelle Rohre Quelle: APN
Bauarbeiter in einem neu gebauten U-Bahn-Schacht Quelle: dpa/dpaweb
Ein Arbeiter des Bauunternehmens Hochtief weist einen Container ein Quelle: dpa

Der Essener Baukonzern Hochtief steht überraschend vor einem Führungswechsel. Vorstandschef Frank Stieler, der noch nicht einmal anderthalb Jahre im Amt ist, soll „einvernehmlich“ aus dem Vorstand ausscheiden. Das teilte das vom spanischen ACS-Konzern kontrollierte Unternehmen am frühen Samstagmorgen in einer Adhoc-Mitteilung mit. Es liefen zudem Gespräche darüber, dass das spanische Vorstandsmitglied Marcelino Fernandez Verdes neuer Hochtief-Chef wird. Die Entscheidung über die Personalien werde voraussichtlich in einer Aufsichtsratssitzung am Dienstag (20.11.) fallen.

Außerdem teilte Hochtief mit, dass auch Aufsichtsratschef Manfred Wennemer gegenwärtig plane, sein Mandat zum Jahresende „aus persönlichen Gründen“ niederzulegen. Der frühere Conti-Chef führt das Kontrollgremium bei Hochtief erst seit Mai 2011. Auch der Europachef des Unternehmens, Rainer Eichholz, will aus persönlichen Gründen kurzfristig sein Mandat niederlegen, wie ein Sprecher mitteilte. Dies habe aber nichts mit den Veränderungen im Konzernvorstand zu tun.

ACS war im vergangenen Jahr nach einer Übernahmeschlacht bei Hochtief eingestiegen. Konzernchef Herbert Lütkestratkötter musste nach einem verlorenen Abwehrkampf seinen Sessel räumen, Nachfolger wurde Stieler.

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Der vermutliche neue Hochtief-Chef Verdes, ein langjähriger ACS-Manager, ist erst seit April 2012 im Vorstand des Baukonzerns und bislang verantwortlich für das Amerika-Geschäft. Wennemer hatte Verdes gute Kontakte zu ACS-Chef Florentino Pérez bescheinigt. Der neue Mann im Hochtief-Vorstand könne für eine „bessere Kooperation zwischen ACS und Hochtief“ sorgen, hatte Wennemer in einem Zeitungsinterview gesagt. Von einer Machtübernahme durch den neuen Großaktionär wollte der Aufsichtsratschef dagegen nichts wissen.

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