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Umfrage Weihnachtsmärkte - Deutsche mögen's klein

Adventszeit ohne Weihnachtsmarkt? Das kommt laut einer Umfrage für die Mehrheit der Deutschen nicht in Frage. Dabei schätzen viele eher den kleinen Markt um die Ecke als den Publikumsmagneten in der Großstadt.

Das sind die schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands
Um echte Weihnachtsmarktstimmung zu genießen, sollte man nach einer aktuellen Studie nach Süddeutschland fahren. Die festlichsten und weihnachtlichsten Märkte gibt es nach der Studie nämlich in Städten wie Wiesbaden , Mainz, Heidelberg und Karlsruhe (Foto). Das hat eine von Studenten der FH Südwestfalen in Hagen durchgeführte Befragung unter mehr als 5000 Weihnachtsmarkt-Besuchern ergeben. Dabei durften mehrere Weihnachtsmärkte genannt werden, insgesamt kamen 13.000 Bewertungen zusammen. Quelle: Handelsblatt Online
Auch in der bayrischen Hauptstadt München wird es ab dies Wochenende weihnachtlich. Dann eröffnet der traditionelle Christkindlmarkt auf dem Marienplatz. Zahlreiche Marktstände bieten Spielzeug und Kunsthandwerk, Kerzen und Keramik, Glühwein und Lebkuchen an. Wer den Lichterketten folgt, wird auch seinen Weg zu dem wohl größtem Kripperlmarkt Deutschlands. Dort können Besucher von der Laterne bis zum Stall alles ersteigern, was zu einer Krippe gehört. „Am bekanntesten sind zwar die Märkte in München, Nürnberg, Stuttgart, Hamburg und Köln, doch zu den Spitzenreitern in Sachen Weihnachtlichkeit und Gemütlichkeit gehören sie nicht“, sagt Studienleiter Professor Gunther Bamler. So schneidet auch der Münchener Markt nur mittelmäßig ab. Viele Besucher empfinden ihn als zu hektisch. Quelle: dapd
Einen guten Ruf hat auch der Weihnachtsmarkt in Leipzi. Seine Geschichte reicht bis in das Jahr 1767 zurück. Mit seinen rund 250 Ständen auf dem Leipziger Marktplatz ist er einer der größten und schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Laut Bamler werden Veranstaltungen auf Plätzen mit geschlossener Bebauung als gemütlicher empfunden. „Wenn dann noch ein festlich beleuchteter Dom oder ein Rathaus dabei ist, ist es perfekt.“ Auch der Aufbau der Buden sei wichtig. „Wenn die Budengasse zu breit ist, kommt keine Stimmung auf.“ Zu eng könne es hingegen - abgesehen von Sicherheitsaspekten - nicht sein. Quelle: dpa/dpaweb
Dortmund bietet seit Jahren traditionell einen rund 45 Meter hohen Weihnachtsbaum. Der gigantische Nadelbaum besteht aus 1700 Rotfichten. Ganze 48.000 LED-Lämpchen den nadelnden Koloss mit überdimensionalem Christbaumschmuck. Gerade für die Innenstädte sind Weihnachtsmärkte ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Zwischen 20 und 30 Euro gibt der durchschnittliche Besucher auf dem Weihnachtsmarkt aus“, sagt Bamler. Doch es gebe auch Ausreißer: In Dortmund werden durchschnittlich nur knapp elf Euro ausgegeben. Dafür könnten die umliegenden Geschäfte aber noch mit fast 100 Euro Umsatz pro Weihnachtsmarkt-Besucher rechnen. Quelle: dpa
Berlins größter Weihnachtsmarkt in der Spandauer Altstadt zählt rund 250 Stände in der Woche und über 400 an den Wochenenden. Für Unterhaltung sorgen die verschiedenen Bühnenprogramme auf dem Marktplatz und dem Reformationsplatz an der Nikolai Kirche. Auf dem dazugehörigen Mittelaltermarkt sind zudem die Narren los, samt Feuerrädern oder Dudelsäcken. Wer in Berlin die Weihnachtsstimmung genießen will, kann dies aber auch an vielen anderen Orten der Stadt tun. Laut der Studie bilden die Berliner Märkte den Spitzenreiter in Sachen Erlebnis und den Weihnachtsmarkt mit dem besten Angebot. Allerdings gebe es hier auch das unfreundlichste Personal, sagt Bamler – typisch Berlin eben, möchte man sagen. Quelle: dpa
Am freundlichsten bedient fühlten sich die Besucher in Gelsenkirchen, Zwickau und Konstanz. Der Markt in Gelsenkirchen belegte bei der Untersuchung allerdings auch jeweils den ersten Platz als kommerziellster und langweiligster Markt. Quelle: Handelsblatt Online
Der Dresdner Striezelmarkt ist einer der ältesten Deutschlands. In diesem Jahr lädt er auf dem Dresdner Altmarkt das 578. Mal zum Bummeln ein. Dort präsentieren Schausteller unter anderem Töpferhandwerk - die erzgebirgische Volkskunst - und das Bäckerhandwerk mit dem traditionellen Dresdner Christstollen. Quelle: dpa

Weihnachtsmärkte gehören zur deutschen Adventszeit - das ist keine Frage. Weltweit werden die Deutschen für ihre Weihnachtsmärkte bewundert. Viele Ausländer kommen im Dezember in die Bundesrepublik, um Glühwein zu trinken und Bratwurst zu essen. Auch für 80 Prozent der Deutschen sind Weihnachtsmarktbesuche in der Adventszeit obligatorisch, so eine bundesweite Umfrage unter mehr als 1.100 Nutzern des Städteportals meinestadt.de.

Bei der Frage "Welcher Weihnachtsmarkt soll's denn sein - Groß oder Klein?", sind sich die Deutschen ebenfalls einig: 75 Prozent zieht es nicht auf die großen Publikumsmagneten, wie etwa den Nürnberger Christkindlesmarkt, sondern am liebsten auf die kleinen, regionalen Märkte. "Gerade die individuelle, idyllische Atmosphäre locke die Deutschen zur Adventszeit zum geselligen Beisammensein im Lichterglanz", so die Initiatoren der Umfrage. Nur ein Fünftel der Befragten hat mit Weihnachtsmärkten nichts am Hut und hält diese mehrheitlich für zu kommerziell.

Die zehn Städte mit den meisten Weihnachtsmarktbesuchern

Insgesamt lieben die Deutschen ihre Weihnachtsmärkte vor allem wegen der schönen (vor-)weihnachtlichen Stimmung, der vielen Leckereien und des Glühweins. Das gesellige Beisammensein ist für knapp die Hälfte (46 Prozent) der Grund, einen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Auf Kinder-Karussell und Schlittschuhbahn können die Befragten hingegen am ehesten verzichten.

Um Geschenke zu kaufen, besucht nur ein Viertel von ihnen einen Weihnachtsmarkt. Die meisten machen ihre Weihnachtseinkäufe somit in den üblichen Geschäften oder im Internet. Auf diese Kunden hofft vor allem der Einzelhandel. 285 Euro wird sich der Verbraucher im Durchschnitt nach Erkenntnis der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in diesem Jahr seine Weihnachtsgeschenke kosten lassen.

Weihnachtsmärkte in Zahlen

Mehrmalige Besuche auf dem Weihnachtsmarkt sind normal

Trotzdem sind deutsche Weihnachtsmärkte so beliebt, dass die meisten Besucher (68 Prozent) dafür auch längere Anreisestrecken in Kauf nehmen, um einen bestimmten Weihnachtsmarkt zu besuchen. Während ein Viertel der Umfrageteilnehmer zwischen 30 und 50 Kilometer fahren würde, um den Wunschmarkt zu besuchen, fahren 28 Prozent zwischen 50 und 100 Kilometer. Fast ein Drittel würde dafür sogar mehr als 100 Kilometer zurücklegen.

Dabei besuchen die Deutschen "ihre" Weihnachtsmärkte gleich mehrfach in einer Saison: 46 Prozent der Befragten gab an, dass sie am liebsten zwei- bis dreimal in der Adventszeit einen Markt besuchen. Fast ein Viertel geht sogar vier- bis fünfmal los. Satte 16 Prozent sind schon wahre "Dauer-Besucher" und gehen nahezu jede Woche in der Vorweihnachtszeit (sechsmal und öfter).

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Das spricht für ein gutes Geschäft für die Unternehmer auf den Weihnachtsmärkten. Auch immer mehr Schausteller zieht es übrigens mittlerweile auf die Weihnachtsmärkte der Republik. So zeigt eine aktuelle Studie der Kölner ift Freizeit- und Tourismusberatung im Auftrag des Deutschen Schaustellerbundes (DSB), dass mittlerweile 90 Prozent der knapp 5.000 Schaustellerunternehmen in Deutschland im Dezember zusätzlich mit Ständen auf den rund 1.450 Weihnachtsmärkten vertreten sind.

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