Umstrukturierung Wäschehersteller Triumph streicht bis zu 300 Jobs

Beim Wäschehersteller Triumph fallen im Zuge eines Unternehmensumbaus mehrere hundert Arbeitsplätze in Deutschland weg. Betroffen sind zwei Standorte in Baden-Württemberg, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

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Triumph-Party zum 130-jährigen Bestehen: Das Model Gitta Saxx präsentiert Unterwäsche im Schloss Nymphenburg. Quelle: dpa

Der traditionsreiche Wäschehersteller Triumph streicht im Zuge eines Unternehmensumbaus mehrere hundert Arbeitsplätze in Deutschland. Betroffen seien zwei Standorte in Baden-Württemberg, nämlich das Logistikzentrum in Aalen und der Standort Heubach, wo das Unternehmen einst gegründet wurde, wie ein Sprecher des Konzerns am Donnerstag am Deutschland-Sitz in München sagte. Damit bestätigte er einen Bericht der „Gmünder Tagespost“. Die Einschnitte seien Teil einer größeren Umstrukturierung.

In Aalen will Triumph einen Teil der Aktivitäten schrittweise bis Anfang 2018 einstellen. Bis zu 300 Beschäftigte dürften davon betroffen sein. Ihnen sollen möglichst sozialverträgliche Lösungen geboten werden, im Gespräch sind etwa Vorruhestandsregelungen, Umschulungen und der Aufbau einer Transfergesellschaft. Auch Verhandlungen über einen Sozialplan und Interessenausgleich würden aufgenommen. Im Gegenzug will Triumph andere europäische Logistikstandorte stärken.

In Heubach gehe es um mehr Effizienz in der Produktentwicklung. Hintergrund seien geringere Kollektionsgrößen und die Einführung eines IT-Systems, das viele manuelle Arbeitsschritte ersetze. Im laufenden Jahr dürften an dem Standort rund 50 und 2017 weitere 25 Jobs wegfallen, auch hier strebe man sozialverträglich Lösungen an. Zu dem Umbau gehört unter anderem der Verkauf einer Produktionsstätte in Portugal.

Das Traditionsunternehmen war vor 130 Jahren in Heubach gegründet worden und hat heute seinen Sitz in der Schweiz. Weltweit beschäftigt Triumph mit einem Jahresumsatz von gut 1,4 Milliarden Euro (2014) rund 30 000 Menschen, davon knapp 1550 an den deutschen Standorten Aalen, Heubach und München sowie in den Triumph Stores.

Zum Ergebnis machte das Unternehmen auf Nachfrage keine Angaben. Unternehmensleitung und Betriebsrat verwiesen aber auf eine schwierige Lage der Textil- und besonders der Wäscheindustrie, die durch harten Wettbewerb und Billig-Konkurrenz etwa aus Asien geprägt sei. „Die Sozialpartner von Triumph werden alles tun, um zu gewährleisten, dass das Unternehmen auch weiterhin stark am Markt ist und so auch langfristig möglichst viele zukunftsfähige Arbeitsplätze bietet“, erklärten Triumph-Vorstand Karl-Heinz Gerl und Gesamtbetriebsratschef Thomas Schneidmüller in einer gemeinsamen Stellungnahme.

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