Unister Insolvenzverwalter strebt Komplettverkauf an

Nach dem Tod von Gründer Thomas Wagner hat Unister Insolvenz angemeldet. Einen Tag später folgte die Tochter Urlaubstours. Der vorläufige Insolvenzverwalter sieht sich bei der Sanierung des Unternehmens unter Zeitdruck.

Das Unternehmen war 2002 in Leipzig gegründet worden und beschäftigt 1100 Mitarbeiter. Quelle: dapd

Bei der Internet-Holding Unister drängt nach Aussagen des Insolvenzverwalters die Zeit. Das für Internet-Portale wie „ab-in-den-urlaub.de“ und „fluege.de“ bekannte Unternehmen brauche rasch einen Investor, sagte Insolvenzverwalter Lucas Flöther der „WirtschaftsWoche“ am Mittwoch.

In den ersten 24 Stunden nach dem Insolvenzantrag von Unister habe sich „eine hohe zweistellige Zahl potenzieller Investoren“ gemeldet. „Diese Interessensbekundungen müssen wir in den nächsten Tagen filtern und sondieren. Dann kann ein zügiger Investorenprozess starten.“

Dabei strebe er einen Komplettverkauf an: „Das Einfachste und Effektivste wäre es natürlich, Unister als Ganzes zu verkaufen und womöglich sogar einen Investor zu finden, der auch die Holdingstrukturen übernimmt.“ Aber auch andere Lösungen seien denkbar.

Die Unister-Insolvenz - Ein Wirtschaftskrimi?

Die Unister-Holding hatte am Montag nach dem Tod von Gründer Thomas Wagner Insolvenz angemeldet. Am Dienstagabend folgte die Tochter Urlaubstours GmbH. Unister war 2002 von Wagner in Leipzig gegründet worden und beschäftigt 1100 Mitarbeiter. Die Tochter Travel24.com ist börsennotiert. Wagner war vorige Woche mit einem Flugzeug über Slowenien abgestürzt.

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