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Unternehmensberatung Wie kleine Spezialisten gegenüber McKinsey & Co punkten

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Berater brauchen ein schärferes Kompetenzprofil

Damit ändert sich die Rolle des Beraters fundamental. Er ist heute mehr Katalysator und bisweilen auch Co-Innovator. Der Mehrwert beschränkt sich nicht auf Analyse und Systematisierung des Bestehenden. „Unser Resultat sind keine bunten Folien, wir stehen für das Funktionieren innovativer Geschäftslogiken, die es vorher im Unternehmen so nicht gab und für die Mobilisierung der Organisationen“, sagt Friedrich von den Eichen.

Inzwischen haben die großen Beratungshäuser die Zeichen der Zeit erkannt. Durch Zukäufe kleiner, spezialisierter Berater versuchen sie, ihr Kompetenzprofil zu schärfen. „Das kann gelingen, vielfach prallen aber Welten und Beratungsphilosophien aufeinander“, sagt Friedrich von den Eichen. „Aber am Ende sind Wissen und Erfahrungen Einzelner flüchtig."

Eva Manger-Wiemann von der Züricher Metaberatung Cardea bestätigt, was der IMP-Partner sagt: „Die Spezialisten haben eine andere Vorgehensweise, sie sind pragmatischer und umsetzungsstark, sie sind häufig näher am Kunden und sie arbeiten flexibler als die großen Beratungen.“ Die Cardea-Partnerin kennt den Beratungsmarkt wie sonst kaum jemand: Sie hilft Unternehmen jeder Größenordnung, den richtigen Berater zu finden – für die jeweilige Branche und Fragestellung, vor allem aber auch passend zur jeweiligen Firmengröße und zur Unternehmenskultur.

consultingsearcher by cardea

Das neue Cardea-Produkt consultingsearcher®, eine Suchmaschine für den Beratermarkt, erleichtert den Einstieg in den Auswahlprozess: In einer Matrix kann per Mausklick die Branche und eines von gut 30 Beratungsthemen ausgewählt werden. „Mit dem dritten Klick landet der Kunde bei dem Beratungsunternehmen, das für die aktuelle Fragestellung und die jeweilige Branche am besten geeignet ist“, sagt Manger-Wiemann.

In der Suchmaschine steckt mehr als ein ausgeklügelter Algorithmus: Gelistet wird nicht nur nach Unternehmensnamen, sondern nach Beratern und ganzen Teams, die ihre Kompetenz auf dem jeweiligen Gebiet über mehrere erfolgreiche Projekte nachgewiesen haben. „Der consultingsearcher® basiert auf knapp 1000 von uns geprüften Projekten in fast 800 Kompetenzfeldern“, sagt Manger-Wiemann.

Immer häufiger werden über den consultingsearcher® auch kleine Berater-Boutiquen vermittelt, die sich sonst hauptsächlich über Mund-Propaganda und Empfehlungsmarketing verkaufen können. Wie CO-Improve Consulting aus Eschborn bei Frankfurt. Das erst vor drei Jahren gegründete Beratungsunternehmen hat sich auf die Optimierung der Produktentwicklung spezialisiert, zu den Kunden gehören Unternehmen der Autoindustrie, der Elektronik und aus dem Maschinenbau, wie zum Beispiel Schaeffler, SMA oder die Heidelberger Druckmaschinen AG.

„Wenn wir einem Kunden dabei helfen, sich so aufzustellen, dass er neue Produkte anforderungsgerecht, effizient und schnell entwickeln kann, ist das eine ganzheitliche Aufgabenstellung“, sagt Dirk Meißner, Inhaber von CO-Improve. Das beinhaltet Fragen der Produktstrategie, der Entwicklungsprozesse aber auch der Aufbauorganisation.

Das beschreibt aber nur die eine Hälfte von Meißners Selbstverständnis als Berater: „Bei unseren Projekten sind alle mit an Bord, die von der Entwicklung eines neuen Produkts betroffen sind und damit zu tun haben – Produktmanagement, Entwicklung, Fertigung, Einkauf, Kalkulation und Qualitätsmanagement. Es geht darum, ein Produkt zu entwickeln, das sich kostengünstig herstellen lässt, das sich gut verkauft und bei dem am Ende ein Gewinn in der Kasse bleibt.“ Meißner und seine Kollegen helfen ihren Kunden, sich so aufzustellen, dass diese Bedingungen erfüllt werden.

„Um das zu erreichen, mussten wir uns auch selbst fokussieren“, sagt Meißner, „auf die Branchen Automotive, Elektronik und Maschinenbau und auf das Kernthema Produktentwicklung.“ Was CO-Improve von den Branchenriesen McKinsey, Boston Consulting, Berger oder Bain aber vor allem unterscheidet: „Bei unseren Projekten werden alle von der bevorstehenden Veränderung Betroffenen von vornherein in den Entscheidungsprozess mit einbezogen“, versichert Meißner, „bei uns wird nichts von oben aufgepfropft.“

Mittlerweile kann Meißner auf die bei rund 200 Projekten gesammelten Erfahrungen aufbauen. „Wir präsentieren keine am grünen Tisch entstandenen Powerpoint-Konzepte aus der Schublade sondern maßgeschneiderte Lösungen, die zum Unternehmen passen.“ Was die Beratungsarbeit auch für ihn angenehmer macht: „Sparprogramme sind nur selten unser Thema, wir helfen bei der Realisierung von Wachstumschancen“, sagt Meißner.

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