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US-Airlines Alaska Air übernimmt Virgin America

Es gibt Bewegung auf dem US-Flugmarkt: Alaska Air kauft Virgin America und steigt damit zur fünftgrößten Fluggesellschaft in den USA auf. Der Kaufpreis ist höher, als zuvor vermutet worden war.

Flugzeuge von Virgin Air Quelle: REUTERS

Die US-Fluggesellschaft Alaska Air verleibt sich den Konkurrenten Virgin America ein. Kostenpunkt: rund 2,6 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Preis von 57 US-Dollar pro Aktie. Das ist ein 47-prozentiger Aufschlag gegenüber dem Schlusskurs von Virgin America am Freitag. Im vorbörslichen Handel am Montag legte die Aktie einen Kurssprung von 39 Prozent hin.

Einschließlich Schulden und kapitalisierter Leasingverträge beläuft sich der Wert der Transaktion auf etwa 4,0 Milliarden Dollar. Die Verwaltungsräte beider Gesellschaften befürworten den Deal, er muss aber noch von den Aktionären von Virgin America gebilligt werden.

Alaska Air steigt damit zur fünftgrößten Fluggesellschaft der USA auf. Die Fluglinie flog vor allem Ziele in den USA, Kanada und Mexiko an. Mit Virgin ist die Airline nun stärker in Los Angeles und San Francisco vertreten und kann auch mehr Transkontinentalflüge durchführen. Neuer Unternehmenssitz wird Seattle.

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Zusammen mit den 60 Flugzeugen von Virgin America kommt Alaska Air künftig auf 280 Maschinen und einen Jahresumsatz von mehr als sieben Milliarden Dollar.

Zuvor war gemutmaßt worden, dass der Alaska-Air-Konkurrent JetBlue ein Gegenangebot vorlegen und den Deal so noch zum Platzen bringen könnte. Ein Gegenangebot soll es laut Berichten des „Wall Street Journal“ tatsächlich gegeben haben – trotzdem setzte sich Alaska Air durch.

Virgin America, die sich selbst als „Premium-Billigflieger“ versteht, war erst im November 2014 an die Börse gegangen. Zuvor hatte die Gesellschaft nach jahrelangen Verlusten die Gewinnschwelle überflogen.

Die Fluglinie gehört zum Firmenimperium des britischen Milliardärs Richard Branson, das auch an Eisenbahnen, Telekomfirmen und Medienhäusern beteiligt ist. Der Börsenwert der Airline liegt bei rund 1,5 Milliarden Dollar. Vor einigen Wochen hatte es bereits in einem Medienbericht geheißen, Virgin erwäge, sich ganz oder teilweise zum, Verkauf zu stellen.

Die Übernahme soll spätestens am 2. Januar 2017 abgeschlossen sein.

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