Verbotene Taxi-Alternative Uber bezahlt seinen Fahrern den Personenbeförderungsschein

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Der umstrittene Chauffeur-Dienst Uber will spätestens im Sommer einen neuen, dann legalen Service in Deutschland starten.

Uber Quelle: AP

Dieser Fahrdienst soll von Fahrern übernommen werden, die über einen gültigen Personenbeförderungsschein verfügen. Uber finanziert seinen Freizeitchauffeuren diesen Schein, der 100 bis 200 Euro kostet, und zahlt einen Anreizzuschlag. „Auch bezahlen wir unseren Partnern die 150 bis 200 Euro Kosten für die Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer, wenn sie sich als Taxi- und Mietwagenunternehmer lizenzieren lassen wollen“, sagte Uber-Deutschland-Manager Fabien Nestmann der WirtschaftsWoche.

Seit das US-Start-up Ende 2013 nach Deutschland kam, bewarben sich laut Nestmann 14.000 Fahrer – 1600 sind derzeit hierzulande für Uber aktiv. Den Namen des künftigen Dienstes verrät Uber zwar noch nicht. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass er UberX heißen wird – so wie ähnliche Angebote in Frankreich und England.

Noch nicht vollstreckt ist bislang das Urteil des Landgerichts Frankfurt, das vor zehn Tagen entschieden hatte, dass Uber seinen Fahrdienst UberPop nicht mehr in Deutschland anbieten dürfe. Die klagende Genossenschaft Taxi Deutschland hat beim Gericht noch nicht die Sicherheitsleistung von 400.000 Euro hinterlegt. Die ist aber notwendig, um das Urteil zu vollstrecken.

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