Verschollene MH370 Widersprüchliche Meldungen zu Wrackteilen

Die malaysische Regierung sagt, dass das vor einer Woche auf der Insel La Réunion angeschwemmte Wrackteil zum erschollenen Flug MH370 gehört. Die Pariser Staatsanwaltschaft wollte das nicht bestätigen.

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Platz 11 - All Nippon Airways (Japan)All Nippon Airways ist die größte Fluggesellschaft Japans und Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance. Die Flottenstärke beträgt aktuell 213 Flugzeuge. Quelle: dpa
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Platz 9 - Qantas Airways (Australien)Qantas Airways ist die nationale Fluggesellschaft Australiens und Mitglied der Luftfahrtallianz oneworld. Die Fluggesellschaft wurde 1920 gegründet und verfügt über 118 Flugzeuge. Quelle: REUTERS
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Widersprüchliche Meldungen über die verschollene Passagiermaschine der Malaysia Airlines haben für Verwirrung und Ärger unter den Angehörigen gesorgt. Die malaysische Regierung erklärte, dass ein vergangene Woche an der Insel La Réunion angeschwemmtes Querruder zweifelsfrei zu der verschollenen Boeing 777 stamme und dass dort weitere Wrackteile wie ein Flugzeugfenster gefunden worden seien.

Die mit den Ermittlungen beauftragte Pariser Staatsanwaltschaft wollte die Identifizierung des Ruders nicht bestätigen und dementierte die neuen Funde.

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Nach Angaben des malaysischen Verkehrsministers Liow Tiong Lai wurden die neuen Trümmerteile von einem malaysischen Team entdeckt und sollten ebenso wie das Querruder den französischen Experten zur Untersuchung übergeben werden. Neben dem Fenster seien Alufolie und „viele andere Dinge“ eingesammelt worden, die zweifelsfrei von einem Flugzeug stammten, sagte Liow. Ein Mitarbeiter des Ministers sagte später, es seien eher Fensterteile als ein ganzes Fenster.

Mehrere mit den Ermittlungen vertraute französische Beamte erklärten aber, dass sie nichts von neuen Funden wüssten, und stützten damit die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft, wonach es überhaupt keine neuen Entdeckungen gebe.

Die nervenaufreibende Suche nach MH370

Bei dem vergangene Woche gefundenen Querruder ist zumindest eines klar: dass es Teil einer Boeing 777 ist - und dass MH370 das einzige Flugzeug dieses Typs ist, das vermisst wird. Durch die Untersuchungen sei nun auch bewiesen, dass der verwendete Dichtstoff und die Farbe auf dem Querruder mit den Details in den Wartungsformularen des vermissten Flugzeugs übereinstimmten, sagte Liow. „Unsere Unterlagen zeigen, dass es das gleiche ist wie bei MH370.“

Die französischen Ermittler erklärten lediglich, es gebe starke Hinweise dafür, dass das Wrackteil zu dem Flugzeug gehörte. Liow betonte, die Diskrepanzen seien nur einer „anderen Wortwahl“ geschuldet.

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Die widersprüchlichen Botschaften erzürnten aber viele Angehörige der 239 Menschen, die an Bord der Maschine waren, als sie am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwand. „Warum zum Teufel gibt es vom einen eine Bestätigung und vom anderen nicht?“, ereiferte sich die Neuseeländerin Sara Weeks, deren Bruder einer der Insassen war.

„Frankreich ist vorsichtig und Malaysia ist verzweifelt, den Fall zu Ende zu bringen und vor seiner Verantwortung davonzulaufen“, sagte Dai Shuqin, die ebenfalls einen Bruder verlor. Sie demonstrierte mit anderen chinesischen Angehörigen am Donnerstag vor der Zentrale der Malaysia Airlines in Kuala Lumpur.

Die Experten wollen bei ihren Tests unter anderem Aufschluss darüber gewinnen, wie das Flugzeug abstürzte und welchen äußeren Kräften das Material bei einem Aufschlag ausgesetzt war. Die eindeutige Identifizierung könnte vor allem eines belegen: dass das Flugzeug im Indischen Ozean abstürzte. Davon waren die Ermittler zwar anhand von Satellitensignalen ausgegangen, doch einen handfesten Beweis dafür gab es nicht.

Die Fragen, warum die Boeing auf ihrem Flug überhaupt verschwand und wo sie genau im Indischen Ozean versank, wird die Untersuchung aber wohl nicht vollständig klären können.

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