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Vodafone-Deutschland-Chef "Internet-TV ist tot"

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Kein lohnendes Geschäft

Die wichtigsten Web-TV-Anbieter
Screenshot Webseite tape.tv Quelle: Screenshot
Screenshot der Webseite Live.tv Quelle: Screenshot
Screenshot der Webseite Sevenload Quelle: Screenshot
Screenshot Zattoo-Webseite Quelle: Screenshot
Screenshot der Webseite Sendungverpasst.de Quelle: Screenshot
Screenshot der Webseite Qtom.de Quelle: Screenshot
Screenshot der Webseite TV-Stream.to Quelle: Screenshot

Fußballrechte werden als heißes Medienprodukt gehandelt. Weshalb wollen Sie da allenfalls auf der Tribüne sitzen?

Über den wahren Wert der Fußballrechte gibt es einen weit verbreiteten Irrglauben. In Deutschland schafft es derzeit kein Anbieter, eine Rendite für den Erwerb seiner Fußballrechte zu bekommen. Auch der Bezahlsender Sky hat das in den vergangenen drei Jahren nicht geschafft. Rechnen Sie doch mal: Eine dreistellige Millionensumme für das Live-Übertragungsrecht verteilt auf ein, zwei oder drei Millionen Pay-TV-Kunden. Als Ergebnis sehen Sie tiefrote Zahlen: Die Fußballrechte sind viel zu teuer, um sich auf Vollkostenbasis zu tragen.

Die Deutsche Fußball Liga verweist auf neue Kanäle wie Internet-Fernsehen, das inzwischen für viele Zuschauer eine konkurrenzfähige Alternative zum TV sei, und hofft durch diesen Technologiewettbewerb die Erlöse auf zwei Milliarden Euro steigern zu können.

Ich habe das müde Internet-TV-Geschäft unserer früheren Festnetzgesellschaft Arcor nach der Übernahme eingestellt. Wir haben das damals genau analysiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir im Geschäft mit Internet-Fernsehen die Ambitionen zurückfahren. Das liegt unter anderem daran, weil es im Fernsehgeschäft ein schwer aufzulösendes Paradoxon gibt. Jeder Netzbetreiber muss Kapazitäten für extrem hohe Einschaltquoten vorhalten, wie sie in der Regel aber nur das Finale der Fußballweltmeisterschaft alle vier Jahre erreicht. Ansonsten steht das hoch gerüstete Netz fast immer leer. Unter der Extrem-Last eines WM-Finales muss natürlich alles 100-prozentig ohne Aussetzer und Wackler funktionieren. Sonst ist der Aufschrei groß. Das erscheint mir kein gesundes Geschäftsmodell.

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    Aber durch Glasfaser im Festnetz und die neue Mobilfunktechnik LTE steigen doch die Übertragungsgeschwindigkeiten auf 50, 100 und mehr Megabit pro Sekunde dramatisch an. Dann müsste doch auch Platz für Fernsehen sein?

    Schauen Sie einmal auf den Datenkonsum eines typischen DSL-Anschlusses. Der verbraucht im Durchschnitt zwölf Gigabyte pro Monat. Wenn wir die Kunden auch noch Fernsehen schauen lassen, kommen wir selbst mit 160 Gigabyte pro Monat bei Weitem nicht hin. Diesen Wert übertreffen wir dann schon nach wenigen Tagen.

    Was ist daran so schlimm?

    Dienstleister



    Weil es keine Zahlungsbereitschaft für diese Leistung gibt. Jede Investition muss sich am Ende rechnen. Ich bin absolut begeistert, wenn ein Kunde Fernsehen auf seinem Tablet-PC oder seinem Smartphone sieht. Aber ich bekomme ein Problem, wenn er eine Flatrate von zehn Euro bucht und dann intensiv Fernsehen schaut. Wenn dann eine Million Fans live über 90 Minuten ein Fußballspiel schauen, stößt jedes Mobilfunknetz an Grenzen. Reines Internet-Fernsehen ist tot, bevor es richtig begonnen hat. Nur in der hybriden Form, wie in unserer Box in der Kombination mit einem Fernsehempfang vom Satelliten, lassen sich solche Engpässe bei bester Qualität leicht vermeiden.

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