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Wegen Boeing 737 Max Tui-Gewinn bricht um fast die Hälfte ein

15 Boeing 737 Max befinden sich in der Flotte von Tui. Alle Jets müssen am Boden bleiben. Dem Gewinn des Konzerns tut das nicht gut. Quelle: dpa

Der Reisekonzern Tui spürt auch die Probleme mit Boeings 737 Max. Der Gewinn bricht wegen des Flugverbots der Jets um beinahe die Hälfte ein. Auch die Dividende kürzt der Konzern.

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Der weltgrößte Reisekonzern Tui hat im Geschäftsjahr 2019 deutlich weniger Gewinn gemacht als im Vorjahr. Belastet vom Flugverbot für den Mittelstreckenjet Boeing 737 Max sackte der Nettogewinn von 727,2 Millionen Euro auf 416,2 Millionen Euro - ein Minus von 42,8 Prozent, wie der Konzern am Mittwoch in Hannover mitteilte. Tui hat 15 Boeing 737 Max in der Flotte und musste Ersatzflugzeuge mieten. Nach zwei Abstürzen des Boeing-Modells mit hunderten Toten müssen die Maschinen am Boden bleiben. Auch der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn, bereinigtes Ebita, brach spürbar ein.

„Ohne die Belastung durch das Flugverbot wäre das bereinigte Ebita mit 1,186 Milliarden Euro auf dem sehr hohen Vorjahreswert ausgewiesen worden, dem besten Ergebnis in der Unternehmensgeschichte“, erklärte Konzernchef Fritz Joussen. Aufgrund des seit März bestehenden Flugverbots der 737 MAX sei das bereinigte Ergebnis 2019 mit 893 Millionen Euro wie erwartet um 25,6 Prozent abgesackt.

Für 2020 avisierte Joussen eine Steigerung des bereinigten operativen Gewinns (Ebit) auf 950 Millionen bis 1,05 Milliarden Euro an. Der Manager kündigte zudem an, dass der Konzernumbau weiter gehe. „Die zweite Stufe zum Digitalunternehmen wird das Unternehmen deutlich verändern, stärker als die letzten fünf Jahre vom traditionellen Reiseveranstalter zum hochprofitablen Hotel- und Kreuzfahrtkonzern.“ Strategie, Investitionen und eine angepasste Dividendenpolitik seien darauf ausgerichtet.

Ab dem kommenden Jahr will Joussen 30 bis 40 Prozent des bereinigten Überschusses an die Aktionäre ausschütten. Dabei sollen 0,35 Euro je Aktie nicht unterschritten werden. Für 2019 schlägt das Management 0,54 Euro je Aktie vor nach 0,72 Euro für 2018. Bislang orientierte sich die Dividende an dem Wachstum des bereinigten operativen Gewinns (Ebita).

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