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Weltbeste Restaurants Noma wieder auf Platz eins

Das „Restaurants Magazine“ kürt die Liste der besten Restaurants der Welt. Die Ergebnisse sind fragwürdig. Auch wenn es vermutlich nicht die falschen trifft.

Die zehn besten Restaurants der Welt
Gleich vierzehn Plätze aufwärts ging es für das New Yorker „Eleven Madison Park“. In diesem Jahr eröffnet es mit Platz zehn die Top Ten der besten Restaurants. Für das Ranking des „Restaurant Magazine“ wurde die Meinung von 800 internationalen Kritikern und Fachleuten eingeholt. Insgesamt umfasst die Liste 50 Restaurants. Quelle: Screenshot
Das „Dinner by Heston Blumentahl“, zu finden im Mandarin Oriental in London, erreicht den neunten Platz. Namensgeber, der britische Starkoch Heston Blumenthal (im Bild) ist allerdings nur gelegentlich vor Ort, und überlässt das Handwerk sonst Koch Ashley Palmer-Watts. Quelle: dapd
Das Restaurant „Arzak“ aus San Sebastian hat seinen achten Platz aus dem Vorjahr halten können. Es ist nur einer von mehreren Vertretern Spaniens in den Top Ten. Eine besondere Ehre gab es für Küchenchefin ... Quelle: PR
... Elena Arzak. Sie gewann den Preis „Veuve Clicquot World's Best Female Chef“. Die Küchenchefin führt das „Arzak“ bereits in der vierten Generation. Seit fünf Jahren ist das Lokal - im übrigen das erste baskische Restaurant mit drei Michelin-Sternen - nicht mehr aus den Top Ten verschwunden. Quelle: dapd
Den siebten Platz erreichte das US-amerikanische „Alinea“ aus Chicago. Damit musste die Molekular-Küche des Restaurants einen Rang abgeben. Quelle: Screenshot
Insgesamt drei Restaurants aus den USA sind in den Top Ten vertreten. Insgesamt schaffen es acht Amerikaner unter die Top 50. Am besten steht dabei „Per Se“ aus New York mit dem sechsten Platz da. Geführt wird es von Chefkoch Thomas Keller, der seit zehn Jahren mit teils wechselnden Einrichtungen auf der Liste vertreten war. Dafür bekam er einen Sonderpreis für sein Lebenswerk. Quelle: Screenshot
Massimo Bottura, Inhaber und Chef des italienischen Restaurants „Osteria Francescana“. Sein Lokal erreichte den fünften Platz im Ranking des Magazins. Quelle: dapd

Nicht jeder Ball, der als Tor gezählt wird, ist auch hinter der Linie gewesen. Das wissen englische und deutsche Fußballfans spätestens seit dem Tor von 1966. Dennoch ist im Fußball vergleichbar gut Qualität zu messen. Wer mehr siegt, ist besser. Was aber, wenn es darum geht, das beste Restaurant der Welt zu finden. Köche treten meist nur zu Beginn ihrer Karriere zu Wettbewerben an. Das Publikum kann selten innerhalb einer Woche sieben Restaurants auf fünf Kontinenten besuchen. Doch erneut gibt es sie, die Liste der 50 besten Restaurants der Welt, zusammengestellt vom "Restaurants Magazine", großzügig gesponsert vom Mineralwasserproduzenten S. Pellegrino.

Juan-Mari Arzak vom Restaurant Arzak und Rene Redzepi vom Noma in der Chefs Lunch auf der Verleihung der

Sieger ist – tara – das Noma in Kopenhagen. Wie das Jahr zuvor. Und das Jahr zuvor. Davor war es lange Zeit immer das El Bulli vom größten Erneuerer der Küche in den vergangenen 50 Jahren: Ferran Adrià. Das Noma ist ständig ausgebucht, der Wille, ausschließlich regionale Produkte auf modernste Art zuzubereiten, lockt Gourmets aus aller Welt. Ob alle der 800 Juroren, die das Noma auf ihre Wahlliste setzten, die Chance hatten, in den vergangenen 18 Monaten dort zu speisen, sei dahingestellt. Selbst wenn sie vor 15 Monaten dort waren. Gerade in der oft als „Avantgarde“ beschriebenen Küchenwelt bleiben die Räder selten so lange stehen und Stillstand ist dort Rückschritt.

Die deutschen Vertreter

Sei es drum, auch die Deutschen sind dabei, vertreten durch Sven Elverfeld vom Aqua in Wolfsburg und Joachim Wissler vom Vendome in Bergisch-Gladbach. Beide – so viel ist klar – werden auch von den hiesigen Restaurantführern nur in den höchsten Tönen gelobt. Es trifft also keine Falschen. Auf Augenhöhe in den erreichten Punktzahlen liegen in Deutschland aber noch andere Köche, wie Harald Wohlfahrt oder Helmut Thieltges, Vertreter einer älteren Generation.

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